1992
fand die "Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung"
in Rio de Janeiro statt. Ziel dieser Konferenz war die gezielte Ansprache der
dringendsten Fragen von heute auf den Gebieten "wirtschaftliche und soziale
Entwicklung" sowie "Umwelt- und Naturschutz", gekoppelt mit dem
Versuch, die Menschheit auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten.
Ausgangslage für diese Konferenz war die Erkenntnis der zunehmenden Ungleichheit
zwischen den Völkern, Zunahme von Armut, Hunger, Krankheit und Analphabetentum
sowie der fortschreitenden Schädigung der weltweiten Öko-Systeme.
Globale Ziele auf lokaler Ebene umzusetzen, das war eine der Zielsetzungen der "Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung" von 1992, weshalb eine sogenannte AGENDA 21, beschlossen wurde, in dessen Rahmen Maßnahmen auf nationaler Ebene ergriffen werden sollen.
Dabei kommt der Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen bei der Verwirklichung der in der AGENDA 21 enthaltenen Ziele ein entscheidender Faktor zu, da viele der angesprochenen Probleme und Lösungen auf Aktivitäten auf der örtlichen Ebene in Form einer lokalen AGENDA zurückgeführt werden können. Kommunen sind zuständig für die Errichtung, Verwaltung und Unterhaltung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Infrastruktur, sie entscheiden über die örtliche Umweltpolitik und wirken außerdem an der Umsetzung der nationalen Umweltpolitik mit. Als Verwaltungs- und Politikebene sind Kommunen den Bürgern am nächsten; sie spielen insofern die entscheidende Rolle bei der Informierung und Mobilisierung der Öffentlichkeit und ihrer Sensibilisierung für eine nachhaltige umweltverträgliche Entwicklung.