Das Leitbild der Dorfgemeinschaft vermittelt Werte und Strukturen, die traditionell gebunden sind und den Charakter der Örtlichkeit aufleben lassen. Dennoch soll das gemeinschaftliche Leben nicht auf einer Nostalgie-Welle gleiten. Es sind soziale und räumliche Strukturen einer Dorfgemeinschaft und keine traditionellen Strukturen, die hier im Vordergrund stehen. Es geht um die Qualität des künftigen Zusammenlebens.
Vor allem die nachbarschaftliche Hilfe in der Gemeinschaft wird in den Mittelpunkt gestellt. Dabei soll die Verständigung untereinander eine wesentliche Rolle spielen. Ein "Vor-sich-Hin-Leben", bei dem jeder nur an sich denkt, wird abgelehnt und durch geeignete kommunikative Mittel verhindert. Kommunikation, Sich-Treffen-Können und Engagement für das Gemeinwohl sind Kernpunkte dieses Leitbildes, die wahrscheinlich von allen mitgetragen werden. Das Problem besteht aber darin, wie dieses gemeinschaftlich angestrebte Ziel tatsächlich erreicht werden kann.
Die Gemeinschaft muss vor allem in den kleineren Stadtteilen durch öffentliche Treffpunkte in einem akzeptierten Ortszentrum gefördert werden. Dabei ist die Schaffung einer Platzsituation als attraktiver, lebendiger Mittelpunkt des Ortsteiles notwendig. Um diesen Platz herum müssen Aktivitäten und Nutzungsangebote für den täglichen Bedarf angesiedelt werden; er muss eine hohe Aufenthaltsqualität anbieten. An diesem Platz muss es auch für Senioren und für die Jugend möglich sein, einen qualitativ hochwertigen Treffpunkt zu finden, der zum ungezwungenen und ungeplanten Gespräch über alle Altersgruppen hinweg einlädt.