Eine Trabantensiedlung ist im ursprünglichen Sinne eine Siedlung, die vor allem die Funktion des Wohnens übernimmt. Funktionen wie Arbeiten, Einkaufen, Kultur oder Freizeit werden in einer übergeordneten Stadt im nahen Umfeld wahrgenommen. Die Trabantensiedlung ist eine Schlafstadt. Infrastrukturelle Einrichtungen sind nur in einem bestimmten Maße notwendig, denn die Nachfrage zielt eindeutig zum nächsten zentralen Ort.
Durch diese Trennung der Funktionen entstehen lange unnötige Wege, die überwiegend mit dem Auto zurückgelegt werden müssen und so zu erheblichen Verkehrsproblemen führen.
Ein weiteres Problem des Trabants ist eine zunehmende Anonymisierung und Entfremdung der dort wohnenden Bevölkerung, die nur noch wenig Aktivitäten im direkten Wohnumfeld wahrnimmt. Dadurch entfällt die soziale Kontrolle in diesem Gebiet, die Vereinsamung führt zu einem Rückzug ins Privatleben.
Die Zielrichtung eines Trabanten ist sowohl für die Gesamtstadt Stutensee in Bezug auf die Beziehung zum Oberzentrum Karlsruhe wahrscheinlich, als auch für die kleineren Stadtteile in Bezug auf Blankenloch, wenn nicht bereits heutigen Tendenzen entgegen gewirkt wird.
Gerade in Büchig, das aufgrund seiner Nähe zu Karlsruhe schon immer dorthin orientiert war, sind Strukturen des Trabanten in gewissem Maße bereits vorhanden. Dort muss diesem Prozess entgegen gesteuert werden. Aber auch der Verlust an infrastrukturellem Angebot in den Stadtteilen forciert die Entwicklung zu einem Trabant innerhalb von Stutensee. Dann wird auch trotz hoher Wohndichte kein gemeinschaftliches Leben mehr wahrgenommen und die Wohnqualität sinkt ab.