An dieser Stelle werden konkrete Agenda-Projekte beschrieben, die im weiteren Agenda- Prozess in kurzer Zeit und ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar sind. Diese Projekte sind als Impuls aus den Arbeitsgruppen und der Steuerungsgruppe gedacht, um die zukunftsfähige Gestaltung der Stadt am Beispiel besser erfassen und gemeinsam erleben zu können. Der Agenda-Prozess soll damit in Gang gesetzt werden, denn erst mit diesen Projekten wird man der eigentlichen Bedeutung der lokalen Agenda gerecht, die etwas zum Gemeinwohl und der Nachhaltigkeit im eigenen und gemeinschaftlichen Handeln beitragen kann. Agenda kann man auch kürzer umschreiben, wenn man einfach feststellt, dass es jeden etwas angeht und jeder etwas tun kann.
Anhand von kleinen, überschaubaren Projekten, die kurzfristig zur Umsetzung anstehen, soll der Einstieg in die Agenda-Arbeit erleichtert werden. Der Gemeinderat soll die Projektvorschläge den zu gründenden Agenda-Gruppen als erste Aufgabe mit auf den Weg geben. Er bekennt sich damit zu dem Prozess und erhöht damit dessen Stellenwert. Wenn er auch die erforderlichen Mittel zur Umsetzung der Maßnahmen bereitstellt, wird insbesondere den beteiligten Bürgern deutlich, dass ihre Arbeit nicht umsonst ist.
Im Folgenden werden für 11 Arbeitsgruppen Projektvorschläge dokumentiert, die aus dem Kreis der Arbeitsgruppen oder der Steuerungsgruppe genannt und vom Gemeinderat beschlossen wurden.
Schaffung einer Ortsmitte
In jedem Stadtteil soll von den BürgerInnen eine Ortsmitte festgelegt und gestaltet werden. Die konkrete Umsetzung erfordert danach allerdings ein Budget für eventuellen Flächenkauf sowie Planungsgelder für die Realisierung. Da für jeden Stadtteil eine Ortsmitte gefunden werden soll, sind hier vier Einzelprojekte erforderlich.
Ansprechpartner : Dr. Frank Gericke, Rappenstr. 5, 76227 Karlsruhe 0721/940060
Konzept zur Aufwertung und Ergänzung
der Grill- und Waldspielplätze
Für die Grill- und Waldspielplätze auf Stutenseer Gemarkung soll ein Konzept zur Aufwertung bzw. Ergänzung und Pflege erstellt werden. Nach Erarbeitung dieses Konzeptes ist die Umsetzung beispielhaft an einem Standort vorgesehen, um daraus Wege für eine langfristige Wartung zu finden.
Ansprechpartnerin :Dagmar Mittag, Paracelsusstr. 11, 76297 Stutensee, Tel. 07249/7230
Erarbeitung eines Freiflächennutzungsplans
Die vorhandenen Grundlagen aus Natura 2000, Landschaftsplan, Grüngerüst- und Grünordnungsplänen, Öko-Konto, Gewässerentwicklungsplan, Biotopvernetzungskonzept, Landschaftsschutzgebieten und landschaftstypischer Flächennutzung etc. werden zusammengetragen und ausgewertet. Für alle Freiflächen wird anhand eines zu entwickelnden Kriterienkatalogs festgelegt, wie die zukünftige Nutzungsart, -intensität und Pflege ausgerichtet werden soll.
Ansprechpartnerin :Dagmar Mittag, Paracelsusstr. 11, 76297 Stutensee, Tel. 07249/7230
Aufwertung des Wohnumfeldes
Im Bereich Wohnen ist kurzfristig ein Handlungskonzept zu erstellen, das vor allem Fördermöglichkeiten im Wohnbau einbindet, um den teilweise bürokratischen und undurchsichtigen Bereich der Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes für die Bürger verständlich zu machen. Das Ziel ist es, diese Informationen an einer zentralen Stelle abrufen zu können.
Durch das Wissen um die Fördermöglichkeiten wird die Umsetzung der Bauleitplanung nach ökologischen Grundsätzen erleichtert. Der Gedanke der Nachhaltigkeit kann sich so etablieren. Nach Erstellung des Handlungskonzeptes soll ein Wettbewerb ins Leben gerufen werden, der sich mit Gestaltungsprinzipien im Bereich der hauseigenen Begrünung und der Wohnumfeldverbesserung beschäftigt. Dieser Wettbewerb soll im Frühsommer 2001 starten können.
Ansprechpartnerin: Cornelia Markworth, Hans-Thoma-Str. 6b, 76297 Stutensee Tel. 07249/951072
Koordination von Imagebildenden Maßnahmen
Eine derzeit anstehende Aufgabe in der Stadt Stutensee ist die Abstimmung der Außenwerbung im Bereich Handel und Gewerbe. Eine Bündelung und Koordination der Aktivitäten ist notwendig, um eine Identität für Stutensee zu schaffen. Diese Koordination wird durch den Bund der Selbständigen (BDS) durchgeführt werden. Erreicht werden kann diese Identität durch gemeinsame Aktionen, aber auch z.B. durch einheitliche Ladenöffnungszeiten in allen Stadtteilen. Es sollen auch konkrete Konzepte erarbeitet werden, wie sich Stutensee zur Wissensstadt entwickeln kann. Bereits genannte Themen, wie Seniorenakademie oder EDV-Förderprogramm spielen hier hinein.
Ansprechpartner: Reinhard Herrling, Oberfeldstr. 30, 76297 Stutensee, Tel. 07244/9068
Entwicklung eines Bürgerhauses - Bürgerwerkstatt
Um das gemeinschaftliche kulturelle Leben in der Stadt zu fördern, besteht die Notwendigkeit, an einem zentralen Ort Veranstaltungen durchzuführen und einen Treffpunkt zu schaffen. Es ist vorgesehen, eine Bürgerwerkstatt zu eröffnen, die ehrenamtlich betreut werden soll. Erster Schritt für die Agenda-Gruppe ist dabei, die Aufgaben dieser Bürgerwerkstatt zu definieren. Unterstützung bei der Aufgabenfindung und bei der Betreuung der Bürgerwerkstatt wird mit Hilfe des bestehenden "Förderkreis Kultur" stattfinden.
Ansprechpartner: Dietmar Israel, Hochstetter Weg 19, 76297 Stutensee, Tel. 07249/3541
Schulprojekt für Kulturatlas Stutensee
Für die Ausbildung eines übergreifenden Gemeinschaftssinns sind Projekte zu iniziieren, die mehrere Generationen einbinden. Gerade die Vermittlung von traditionellen Werten an die Jugend stellt eine große Herausforderung dar, der sich die Generation der "jungen Alten" widmen kann. Mit Hilfe der Schulen soll ein Kulturatlas der Stadt Stutensee entstehen. Kultur wird in diesem Fall Ausdruck des gemeinschaftlichen Lebens verstanden. Der Kulturatlas wird ein Projekt, welches sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und sich mit den unterschiedlichsten Themenkomplexen auseinander setzen soll.
Ansprechpartner: Heinrich Sickinger, Draisstr. 21a, 76297 Stutensee, Tel. 07249/6233
Förderung des ehrenamtlichen Engagements
Hier wird z.B. ein Konzept für eine Stutenseer Nachbarschaftsbörse erarbeitet. Dort können BürgerInnen Leistungen anbieten bzw. erhalten, die sie durch eigenes Engagement erbringen können. Mit dieser Börse wird gegenseitige Hilfe ohne großen Aufwand vermittelt.
Ansprechpartnerin: Erika Ratz, Hindenburgstr. 54, 76297 Stutensee, Tel. 07249/4988
Mängelbeseitigung im Rad- und Fußwegenetz
Aus der Diskussion der Arbeitsgruppe ging unter anderem hervor, dass das bestehende Rad- und Fußwegenetz qualitativ verbessert werden kann. Die Agenda-Gruppe kann Hilfestellung leisten, um Mängel schnell vor Ort festzustellen.
Ansprechpartnerin : Doris Maier, Draisstr. 11, 76297 Stutensee, Tel. 07249/7084
Konzept zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen
Alle Möglichkeiten zur Nutzungsdurchmischung werden zusammengestellt, damit Firmengründungen im Dienstleistungsbereich im Zusammenhang mit Wohnen ermöglicht werden. Die Etablierung von Handwerksbetrieben wird zum Ziel und soll baurechtlich gesichert werden.
Ansprechpartner: Ewald Ratz, Hans-Thoma-Str. 7, 76297 Stutensee, Tel. 07249/94630