Der Zeitplan für den STEP war von vornherein auf eine Jahresfrist begrenzt. Es lassen sich anhand des Plans drei wesentliche Phasen der Bearbeitung erkennen:
Die erste Phase beschäftigte sich mit analytischen Grundlagen, die die Vielzahl an vorhandenen Gutachten und Planungen in Auswertungen und wenigen Ergebnissen zusammenfasste. Parallel wurde ein Fragebogen an alle Haushalte der Stadt verschickt, der einerseits Erkenntnisse über Themen aus allen relevanten Zielbereichen erbringen sollte und andererseits auch auf alle Themen der Stadtentwicklung hinweisen sollte und damit auf die Komplexität des anstehenden Planungsprozess aufmerksam machen sollte.
Schwerpunkt der ersten Phase war weiterhin die Entwicklung von acht Leitbildern, aus denen hervorgehen sollte, in welche langfristige Richtung sich Stutensee im 21. Jahrhundert hin entwickeln könnte. Die Inhalte der Leitbilder werden in Kapitel 4 ausführlich dargestellt, so dass bewusst wird, dass die Stadtentwicklung immer auch ein Ergebnis von Entscheidungen und Zielvorgaben ist und nicht allein aus einem sich selbst regulierenden System marktbestimmender Elemente entsteht. Anhand der Leitbilder wurde aufgezeigt, in welcher Bandbreite mögliche Entwicklungsentscheidungen getroffen werden können.
In der zweiten Phase des Stadtentwicklungsplanes wurden in jedem der gebildeten Zielbereiche durch eine intensive Gruppenarbeit verschiedenste Entwicklungsideen ausgetauscht. Als Ergebnis der Diskussionen in den Arbeitsgruppen wurden die wesentlichen Zielvorstellungen zusammengefasst und dokumentiert. Insofern erheben die Ziele des Stadtentwicklungsplanes nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, zeigen aber ein durch Konsens entstandenes Bild der Zeit, welches sicherlich immer wieder neu auf den Prüfstand der Stadtentwicklung gestellt werden kann.
In dieser Phase wurde zur Information der Diskussionsrunden parallel eine erste Prüfung der Ideenvorschläge vor dem Hintergrund des allgemeinen Bedarfs und einer groben Abschätzung der Potentiale und wirtschaftlichen Tragfähigkeit durchgeführt. Diese Phase wurde intensiv von BürgerInnen der Stadt begleitet und bildete den Kern bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungsplans.
Die dritte Phase beschäftigte sich mit der Ableitung von Maßnahmen aus den genannten Zielen in allen Bereichen. Hauptaufgabe war es, in einem ersten Schritt solche Maßnahmen herauszuarbeiten, die entweder in relativ kurzer Zeit von Agenda-Gruppen ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar sind oder als Basis für richtungsweisende Entscheidungen kurzfristig in Gang gesetzt werden sollen.
In den genannten Phasen waren unterschiedliche Gruppen involviert. Jede Phase ist mit einer Bürgerinformationsveranstaltung beendet worden und wurde intensiv durch die eigens eingesetzte Steuerungsgruppe begleitet. Die Koordination der Arbeitsgruppen, die Moderation und die Protokollierung der Sitzungen wurde von Modus Plan übernommen, um eine einvernehmliche Konsensbildung zu verwirklichen.