Nach gelungener Auftaktveranstaltung sieht Stadtverwaltung positiv den Perspektivwerkstätten entgegen

Zukunft Stutensee - Wohnen

Bürgerbeteiligung: Gelungene Auftaktveranstaltung

Rund 350 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Auftaktveranstaltung zum Bürgerbeteiligungsprozess „Zukunft Stutensee Wohnen“ in der Festhalle teil.

Die Bürgerinnen und Bürger konnten an insgesamt sechs Dialogstationen zu unterschiedlichen Themenbereichen des Gesamtkomplexes "Zukunft Wohnen Stutensee" ihre Gedanken und Anregungen einbringen.

Rund 350 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten in der vergangenen Woche die Chance, sich über „Wohnen in Stutensee“,  heute und in Zukunft, auszutauschen und zu diskutieren.

An sechs Dialogstationen standen externe Experten und Verwaltungsvertreter zur Verfügung,  um Fragen zu beantworten und im persönlichen Gespräch auf individuelle Meinungen der Besucher einzugehen. Die Themenfelder an den Stationen reichten dabei vom „Flächenbedarf / Wachstum“, über „Wohnformen und Zielgruppen“, „zukunftsorientiertes, umweltgerechtes Bauen“, „Mobilität und Sicherheit“, „Naturschutz, Grün- und Freiflächen, Naherholung“ sowie „Kommunale Infrastruktur und Finanzen“.

Oberbürgermeister Klaus Demal dankte im Namen des Gemeinderats den Besuchern für ihr Interesse an der Veranstaltung und die erlebte Offenheit und Neugier im Umgang mit dem Thema. „Uns freut es sehr, dass die Stutenseer dieses Angebot zur Mitwirkung an der Lösung der anstehenden Herausforderungen angenommen haben. Letzlich geht es um die Sicherung von guten Lebensbedingungen für alle, die hier wohnen, leben und arbeiten. Wir hoffen, dass dieser Prozess der Bürgerbeteiligung genauso gute Ergebnisse bringt, wie ähnliche Projekte in der Vergangenheit.“

Der Abend wurde durch zwei Fachbeiträge eröffnet, die zunächst die Teilnehmerschaft auf einen ähnlichen Stand von Informationen und Kenntnis über aktuelle Trends im Thema einstimmen sollten. Verständlich und kurzweilig informierte zunächst Dr.-Ing. Sebastian Wilske vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RMVO) über den generellen Flächenbedarf und das Wachstum in der Region und erläuterte die zu erwartenden Zahlen für Stutensee anhand aktueller Prognosen. Wie zukunftsorientiertes Wohnen aussehen kann, stellte im Anschluss Prof. Dr.-Ing. Dita Leyh vom Internationalen Stadtbauatelier Stuttgart vor: Wohnen sei ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen, erklärte Leyh. So führe neben dem infolge des demographischen Wandels steigendem Bedarf an altersgerechtem Wohnraum beispielsweise auch  der gesellschaftliche Trend der „Versingleung“ also die Zunahme von Alleinstehenden zu einem erhöhten Wohnungsbedarf, was sich maßgeblich auch in die Art wie künftig gebaut werden wird, niederschlage, so Leyh. „Kleine Wohnungen werden verstärkt von der eigenen Bevölkerung nachgefragt werden.“

„Für eine gute Stadtentwicklung ist nachhaltige Stadtplanung das Entscheidende“, erklärte Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger. „Nachhaltigkeit heißt in dem Zusammenhang vor allen Dingen mehrdimenional den Problemstellungen zu begegnen. Ökonomische, ökologische und soziale Herausforderungen müssen im Zusammenspiel so gelöst werden, dass die gesamte Stadt, mit allen Stadtteilen und Menschen, davon profitiert.“

Der Auftaktveranstaltung folgen jetzt zwei Perspektivwerkstätten im Frühjahr 2018, in denen die Ergebnisse vertieft und weiterbearbeitet werden. Die Anmeldung zu den Werkstätten ist noch bis zum 15. Dezember 2017 möglich. Nähere Infos sowie der Anmeldebogen sind auf der Stadtwebsite unter der entsprechenden Ebene eingebunden.