Valerius-Füner-Stiftung tagte im Rathaus Stutensee

Wohnen & Wirtschaft

Valerius-Füner-Stiftung tagte im Rathaus Stutensee

Mit dem Neubau der TWK GmbH siedelt sich ein bundesweit anerkanntes Bildungs- und Weiterbildungszentrum der Kälte- und Klimatechnik in Stutensee an

In der vergangenen Woche konnte Oberbürgermeister Klaus Demal im Bürgersaal die Valerius-Füner-Stiftung begrüßen. Die Valerius-Füner-Stiftung wurde 2001 zur Unterstützung des Studienschwerpunkts „Kälte-, Klima- und Umwelttechnik“ an der damaligen Fachhochschule Karlsruhe, heute Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, ins Leben gerufen. Initiator war Prof. Dr.-Ing. Johannes Reichelt, der 1980 bis 2004 im Fachbereich Maschinenbau der damaligen Fachhochschule Karlsruhe tätig war, und der Stiftung vorsteht. Die Mitglieder des Stiftungsrats und Beirats kommen jährlich zusammen, um über die weitere strategische Ausrichtung der Stiftung, die Vergabe von Bachelor- und Master-Stipendien, die Organisation von Veranstaltungen und über den Einsatz des Stiftungskapitals, welches zum größten Teil aus der Kälte-Klima-Industrie stammt, zu beraten. Auf der Tagesordnung in Stutensee standen auch der Jahresabschluss, der Geschäftsbericht des Vorstands und die Besichtigung des Neubaus der TWK GmbH in Stutensee. Dieses Großprojekt schultert finanziell die Stiftung.

TWK steht für Test- und Weiterbildungszentrum im Bereich Wärmepumpen und Kältetechnik. Seit der Gründung hat sich das Zentrum, das sich der Förderung der Ingenieuraus- und -weiterbildung im Bereich der Kälte- und Klimatechnik (einschließlich Wärmepumpen) an der Hochschule Karlsruhe von bis zu 1.500 Personen pro Jahr verschrieben hat, bundesweit einen Namen gemacht. In der Prüfstelle können Leistungs- und Betriebsuntersuchungen an allen Komponenten eines üblichen Kältemittel-Kreislaufs einer Kompressionskältemaschine mit den verschiedensten Kältemitteln und Schmierstoffen durchgeführt werden.

Oberbürgermeister Klaus Demal bekräftigte in seinen Grußworten, dass Deutschland seinen Wohlstand dem Wissen und der Bildung verdankt. „Nur mit optimalen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass dies so bleibt“, erklärte Demal. Dass der Wirtschaftsstandort Stutensee seit Jahren insbesondere bei High-Tech-Unternehmen beliebt ist, davon konnten sich die Sitzungsteilnehmer bei der anschließenden Fahrt zum Neubau der Firma TWK im Industriegebiet „West I“ überzeugen an der auch Wirtschaftsförderer Andreas Eigenmann teilnahm. Bei der Planung und Umsetzung wurde im Gebäude besonderen Wert auf regenerative Energieerzeugung und Wärmerückgewinnung gelegt. Vier Luft/Wasser-Wärmepumpen und drei Sole/Wasser-Wärmepumpen arbeiten in Kombination mit einem Latent-Energiespeicher von 100 m³ Inhalt.

Der Neubau besteht aus einem Schulungsgebäude mit Büros, Vortrags- und Übungsräumen sowie einer Ausstellungsfläche für verschiedene Wärmepumpen. Zusätzlich verfügt der Neubau, welcher voraussichtlich April 2016 fertig gestellt ist, über eine Laborhalle zur Untersuchung von Komponenten und Anlagen aus der stationären Kältetechnik, der mobilen Kälte-Klimatechnik auf Straße und Schiene sowie der Wärmepumpentechnik.