Nachhaltiges Wohnquartier auf dem Neise-Areal

Stadtplanung

Gemeinderat gibt grünes Licht für die Entwicklung des ehemaligen Neise- und Hallenbad-Geländes mit der Volkswohnung GmbH zur Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum.

Nachhaltiges Wohnquartier mit bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum auf dem ehemaligen Neise-Areal. (Bild: Volkswohnung GmbH/Ackermann + Raff)

Der Gemeinderat der Stadt Stutensee hat in seiner letzten öffentlichen Sitzung zum Jahresende den Sieger des Investoren-Wettbewerbs zur Weiterentwicklung des Neise- und Hallenbad-Geländes im Stadtteil Blankenloch einstimmig beschlossen: Das Planungskonzept der Arbeitsgemeinschaft der Volkswohnung GmbH mit dem Architekturbüro „Ackermann + Raff“ überzeugte nicht nur das Preisgericht des Wettbewerbs, sondern auch den Gemeinderat auf ganzer Linie. 

Der Investorenwettbewerb wurde in Form eines zweistufigen Auswahlverfahrens durchgeführt: Aus allen Bewerbern, die sich für das ausgeschriebene Präqualifikationsverfahren vorstellten,  wurden mehrere Arbeitsgemeinschaften, bestehend aus je einem Planungsbüro und einem Investor ausgewählt, welche in Folge einen Entwurf erarbeiteten. Für das Auswahlverfahren legte der Gemeinderat ein Preisgericht fest, welches einen Siegerentwurf anhand einer Bewertungsmatrix bestimmte und diesen dem Gemeinderat als Empfehlung zur Grundlage legte.

Der Siegerentwurf der Volkswohnung GmbH Karlsruhe und dem Architekturbüro „Ackermann + Raff“  weist insgesamt 151 Wohneinheiten in drei- bis viergeschossigen Gebäuden aus. Der Anteil an bezahlbarem Wohnraum, welcher nach dem Landeswohnraumprogramm gefördert wird, beträgt 33 Prozent. Das Verhältnis von Miete und Eigentum liegt bei 63 zu 37 Prozent. Dies wurde vom Preisgericht entsprechend gewürdigt. „Gerade aufgrund der aktuellen Preisentwicklung auf dem angespannten Wohnungsmarkt ist es erklärtes Ziel der Stadt, hier tätig zu werden und für alle Bevölkerungs- und Einkommensschichten ein geeignetes Wohnungsangebot zu schaffen“ erklärte Oberbürgermeister Klaus Demal die vorgestellten Planungen. Um dieses wichtige Entwicklungsziel auch ausreichend zu definieren, habe man im Auswahlverfahren ein Mindestangebot von 30 Prozent an bezahlbarem Wohnraum mit einer langfristigen Mietpreisbindung gefordert

Das Konzept beinhaltet zudem in Bezug auf die städtebauliche Einbindung fein differenzierte Siedlungszugänge, ideenreiche und flexible Grundrisstypologien sowie eine hochwertige Planung des Außenbereichs. Speziell das vorgestellte „Generationenhaus“ sowie die Qualität des Wohnumfelds überzeugen auch mit Blick auf die soziale Konzeption auf ganzer Linie.

Insbesondere ein nachhaltiges und energetisch hochwertiges Quartier mit innovativer Wärmeversorgung und Photovoltaik sowie einem Gebäudestandard „Effizienzhaus 55“ wird die zukünftige Siedlung prägen, erklärt die Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger.

Zusätzlich sieht der Planungsentwurf unter anderem ein Wärmepumpen-Eisspeichersystem sowie ein Blockheizkraftwerk mit Spitzenlastkessel vor. Es soll außerdem eine Ladeinfrastruktur für Elektro-Mobilität mit E-Carsharing angeboten werden. „Der Entwurf hat die Qualität ein sehr gutes neues städtebauliches Wohnquartier in der Innenverdichtung von Blankenloch, mit Angebot von Wohnraum für verschiedenste Ansprüche, zu schaffen“, so Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger. Um für ausreichend Parkflächen zu sorgen, sieht das Konzept eine Tiefgarage vor, welche so geplant ist, dass die Fläche unter der „Grünen Mitte“ des Gebiets teilweise frei bleibt, damit hier eine ökologisch hochwertige Begrünung realisiert werden kann

Das beschlossene Konzept dient zunächst als Grundlage für die weitere Ausarbeitung des Entwurfs. Im nächsten Schritt werden die Vertragsverhandlungen zwischen Stadt und der Volkswohnung GmbH aufgenommen.