Landkreisinitiative „Wegschauen ist keine Lösung“ in Stutensee vorgestellt

Stutensee

„Wegschauen ist keine Lösung“

Matthias Haug, Suchtbeauftragter des Landratsamtes Karlsruhe, erläuterte im Beisein von Sozialdezernent Peter Kappes, Geschäftsführer AOK Mittlerer Oberrhein Harald Rücker und Oberbürgermeister Klaus Demal den Pressevertretern die Weiterentwicklung der Landkreisinitiative "Azubis für Jugendschutz - Wir sind die kommunale Zukunft"

Weiterentwicklung Landkreisinitiative „Wegschauen ist keine Lösung“ in Stutensee vorgestellt
Neuer Schwerpunkt liegt auf Kommunalverwaltungen

Moderne Suchtprävention und Jugendschutz sind effektiv, wenn sie nachhaltig angelegt sind. Vor diesem Hintergrund wurde die landkreisweite Initiative „Wegschauen ist keine Lösung“ vor einigen Jahren in Stutensee  ins Leben gerufen, in deren Mittelpunkt vor allem die Gesunderhaltung von Kindern und ein suchtfreies, möglichst störungsfreies Miteinander stehen.

Dass Stillstand oftmals Rück-schritt bedeutet, sind sich die Projektbeteiligten aus Präventionsspezialisten der Fachstellen Sucht im Landkreis Karlsruhe, der Polizei und des Landkreises Karlsruhe sowie der AOK bewusst. Mit dem Ansatz, sich an Auszubildende und Berufsanfänger von Kommunalverwaltungen zu richten, gehen sie neue Wege.


In der vergangenen Woche wurde der neue Baustein „Azubis für Jugendschutz – wir sind die kommunale Zukunft“ im Rathaus Stutensee gemeinsam von Sozialdezernent Peter Kappes, Suchtbeauftragter Matthias Haug (beide Landratsamt Karlsruhe), Harald Rücker, Geschäftsführer AOK Mittlerer Oberrhein, und Oberbürgermeister Klaus Demal vorgestellt.


Die Weiterentwicklung zielt darauf ab, junge Leute für ihre eigene Zukunft in die Pflicht zu nehmen. Durch Qualifikationsmaßnahmen zu den Themen Suchtvorbeugung und Jugendschutz im öffentlichen Raum werden die Auszubildenden und Berufsanfänger vorbereitet und befähigt, frühzeitig und wirkungsvoll Jugendinteressen aber auch deren Schutzbedürfnisse wahrzunehmen.

Mit der Neuaurichtung versprechen sich die Beteiligten insbesondere eine Sensibilisierung und einen altersbedingt leichteren Zugang zu den Jugendlichen und Heranwachsenden, einen besseren Erfahrungsaustausch, die Reduzierung von Vandalismusschäden und Gewalt sowie die dauerhafte Senkung des Suchtmittelmissbrauchs. Des Weiteren erhalten Sie bei Praxiseinsätzen ein eigenständiges Gefühl für die Problematik Sucht.


Eine der Pilotkommunen im Landkreis Karlsruhe ist die Große Kreisstadt Stutensee, deren Beispiel sicherlich zahlreiche weitere Landkreiskommunen folgen werden. Aus Sicht von Oberbürgermeister Klaus Demal profitieren die Verantwortlichen vor Ort von einem verbesserten Jugendschutz und haben Mitarbeiter, die von Anfang an gelernt haben, sich den stetig wandelnden Herausforderungen im öffentlichen Bereich aktiv und erfolgreich zu stellen. In diesem Zusammenhang bedankte er sich für die Initiative des Landkreises Karlsruhe und der AOK Mittlerer Oberrhein für das Engagement.