Mitteilungen der Verwaltungsstelle Staffort in der 47. Kalenderwoche 2017

Staffort

Einladung zum "Klingenden Advent"

„Klingender Advent“ in Staffort am Samstag, den 2. Dezember

Ausstellung des VOLKSBUNDES über „Krieg und Menschenrechte“ im Rathaus Staffort

Eine herzliche Einladung zum diesjährigen „Klingenden Advent“ in Staffort am Samstag, den 2. Dezember

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,im Namen aller Mitwirkenden und im Namen des Ortschaftsrates lade ich Sie  sehr herzlich zum „Klingenden Advent“ am Samstag, dem 2. Dezember auf den Rathausvorplatz in Staffort ein. Kommen Sie und lassen Sie sich mit vielen Angeboten kulinarischer Art sowie mit textlichen und musikalischen Darbietungen auf die bevorstehende Adventszeit einstimmen.

Auch Selbstgefertigtes und Kunstgegenstände werden wieder zum Kauf angeboten. Wie in den Jahren zuvor ist auch dieser „Klingende Advent“ weit entfernt von einem kommerziellen Advents- oder Weihnachtsrummel. Er bietet die Gelegenheit, sich in unserer dörflichen Atmosphäre generationenübergreifend zu treffen und sich gemeinsam auf die Advents- und die Weihnachtszeit zu freuen – die angestrahlte Kirche im Blick! Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch und über viele willkommene Gäste aus den anderen Stadtteilen und den Nachbargemeinden. Die Bewirtung erfolgt ab 16 Uhr und die Darbietungen beginnen um 17 Uhr. Sie werden sich wohl fühlen!

 

STÄNDE und ANGEBOTE1 Gesangverein GERMANIA/Obst- und Gartenbauverein: Steak mit Zwiebeln,  Bratwurst, Pommes frites, Glühwein, Brot aus dem Backhaus2 Förderverein Drais-Grundschule: Waffeln, Glühwein, Glühwein mit Schuss, Kinderpunsch3 + 4 Jugendfeuerwehr/Abteilungswehr Staffort der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee und Förderverein: Flammkuchen, Bratwurst, Cola/Fanta/Mezzo, Apfelschorle, Eiszäpfle, Grog, Glühwein, Bastelartikel5 Martin Offenhäuser: Weihnachtliche Dekorationsgegenstände6 Ulla Banspach: Selbstgebasteltes, heiße Schokolade, heißer Apfelwein, Muffins und Cupcakes7 Tischtennisclub: Käsespätzle, Jägertee, Pils, Wasser, Hausschnaps, Tee und Kaffee8 Geraldina Nemeth: Ungarische Spezialitäten, z. B. ungarische Wurst, Kuchen, Glühwein9 Lidia Kifle: Eritreische Speisespezialitäten und auch Ouzo, Tee und Gewürze aus Eritrea    10 Tennisclub: Schmalzbrot, Schnitzel mit Brötchen, Schnitzel mit Kartoffelsalat, Glühwein, Pils, Cola/Fanta 11 Consti’s Pizza und Lambrusco 12 Förderverein Kind und Kegel: Schupfnudeln mit Sauerkraut, Punsch, Kinderpunsch13 Verein für Fischerei und Gewässerschutz: Langos, Tannenzäpfle, Heidelbeerglühwein, Sekt Rosé, Schneegestöber, Fanta/Cola/Mezzo14 Städtischer Waldkindergarten: Handarbeiten aller Art, Plätzchen, Stollen, Linzertorten, Sirups, Marmeladen, weitere Köstlichkeiten, Gebasteltes von den Kindern15 EC: Crêpes unterschiedlicher Art16 Sportverein: Steak, Bratwurst, Cola/Fanta, Pils, Glühwein, Eierlikör mit Sahne17 LandFrauen: Bastel- und Strickwaren, Heringsbrötchen, Lachsbrötchen, Rot- und Weißwein, Schorle, Sekt und Sekt-Orange

PROGRAMM
15.00 Uhr    Gottesdienst zur Einstimmung in den Advent mit dem Kindergarten Arche Noah
15.45 Uhr    Aufführung des Elternbeirates der Arche Noah: "Kasperl, wo sind die Weihnachtskekse?“
16.00 Uhr    Bewirtungs- und Verkaufsbeginn
17.00 Uhr    Anspielen des Posaunenchors
17.05 Uhr    Begrüßung durch den Ortsvorsteher 
17.10 Uhr    Darbietungen des Waldkindergartens
17.20 Uhr    Gesangsdarbietungen der Drais-Grundschule Staffort
17.35 Uhr    Gedanken zum Advent Herr Pastor Samuil Rabrovalier
17.45 Uhr    Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde Staffort-Büchenau
    
Zusammen mit allen Anwesenden: Gemeinsames Spielen und Singen von Advents- und Weihnachtsliedern. Eventuell wirken auch noch spontan Schüler der Musikschule Hardt mit.

 

Um permanente Erinnerung bemüht – Ausstellung des VOLKSBUNDES über „Krieg und Menschenrechte“ im Rathaus Staffort

„Stutensee-Staffort (ml). „Krieg und Menschenrechte“ ist die neueste Ausstellung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge betitelt, die noch bis zum heutigen Montag von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr im Stafforter Rathaus zu sehen ist. Ortsvorsteher Ludwig Wilhelm fasst den Inhalt zusammen: Auf 16 Postertafeln werden unter anderem die Geschichte der Genfer Konventionen dargestellt, Kriegsverbrechen der Wehrmacht, Behandlung von Kriegsgefangenen, die sexuelle Gewalt als Kriegsverbrechen, die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener sowie Zwangsarbeit. Darüber hinaus zeigen exemplarische Biografien Menschen, die sich im Kampf um die Menschenrechte verdient gemacht haben. Die Aufgaben des Volksbundes umfassen in ihrem Bemühen um permanente Erinnerung auch die Erarbeitung solcher Ausstellungen. Pfarrer Martin Michel, Vorsitzender der evangelischen Stadtmission, hat die Wirkungsgeschichte der jüdischen und später christlichen Erkenntnis „Gott schuf den Menschen zu seinem Ebenbilde“ auf präzise Weise erläutert und ihre Auswirkungen aufgezeigt.

Wann, wo, wie und warum entstanden die Menschenrechte? Zur Beantwortung dieser Frage bezieht sich Michel auf die sogenannte Priesterschrift aus der Mitte des sechsten Jahrhunderts (enthalten im ersten der fünf Bücher Moses), die bereits zu diesem Zeitpunkt Mann und Frau als gleichberechtigte Partner bezeichnet. In der Neuzeit wurden die Menschenrechte als „das Ergebnis eklatanten Unrechterlebens“ gesehen, formulierte Michel. Völkerbund, Genfer Abkommen, Menschenrechtserklärung und der Strafgerichtshof  Den Haag sollten das Böse eingrenzen. Im Westfälischen Frieden nach dem Ende des 30-jährigen Krieges wurde Europa als Gemeinschaft prinzipiell gleichberechtigter, unabhängiger und souveräner Staaten festgelegt.

Für die heutige Diskussion, ob es einer Religion wie dem Islam erlaubt sein darf, sich über zentrale Inhalte unserer staatlichen Grundordnungen zu stellen, gibt der Westfälische Frieden eine der wichtigsten Erkenntnisse aus Unrechtserfahrung wieder: Keine Religion und Kirche steht mehr über dem Staat.  Nach zahllosen Unrechtstaten und Unrechtserfahrungen, nach Kriegen und Kriegsverbrechen, hat sich Deutschland „im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ ein Grundgesetz gegeben, das auf die Erkenntnis „Gott schuf den Menschen zu seinem Ebenbilde“ zurückgeht. In Artikel drei heißt es: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Michel beendete seinen Vortrag mit den Worten: „Was auch immer Du tust, handle klug und berücksichtige die Folgen.“ (Ende des BNN-Berichts, den Frau Marianne Lothar dankenswerterweise zur Veröffentlichung an dieser Stelle zur Verfügung stellte).

Derzeit erarbeitet der VOLKSBUND seine aktuellste Ausstellung, die im kommenden Jahr  „100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges“ zum Inhalt haben wird. Diese Ausstellung habe ich bereits für Staffort gebucht und sie wird im Jahr 2018 wieder ab dem Sonntag vor dem Volkstrauertag im Bürgersaal der Ortsverwaltung zu sehen sein.

Ihr Ludwig-W. Heidt, Ortsvorsteher