Die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Stutensee informiert

Allgemeine Ordnungsaufgaben

Parken auf Gehwegen

Solche Parker wie im beigefügten Bild sind leider auch oft in der Großen Kreisstadt Stutensee zu sehen. Der Pkw-Fahrer hat sich auf den Gehweg gestellt, um den fließenden Verkehr auf der Straße so wenig als möglich zu behindern oder zu verlangsamen. Aus seiner Sicht sicher gut gedacht, aber dennoch falsch; an die Mutter mit ihrem Kinderwagen, an den behinderten Mitbürger in seinem Rollstuhl, an das fahrradfahrende Kind auf dem Gehweg und nicht zuletzt auch an jeden normalen Fußgänger hat er jedoch nicht gedacht.

Nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung ist Parken auf dem Gehweg grundsätzlich nicht zulässig, wenn dies dort nicht ausnahmsweise durch eine entsprechende Beschilderung bzw. Markierung erlaubt ist. Die Verwaltung verkennt zwar nicht, dass es besonders bei Haushalten mit mehreren Kraftfahrzeugen nicht immer möglich ist, sämtliche Fahrzeuge auf Privatgelände bzw. anderen Parkmöglichkeiten als auf der Straße abzustellen. Die Stadtverwaltung nimmt dennoch die zunehmende Zahl der Beschwerden zum Anlass, alle Kraftfahrer herzlich aber auch dringend zu bitten, den Gehweg nur in dem Umfang in Anspruch zu nehmen, dass er seinem eigentlichen Zweck noch dienen kann. Hierbei ist eine Mindestbreite von 1,20 m freizuhalten.

Denken Sie als Kraftfahrer beim Parken daran, dass sich Fußgänger, insbesondere mit Kinderwagen, Behinderte oder Kinder in allergrößte Gefahr begeben, wenn sie gezwungen sind, wegen des falsch parkenden Pkws vom sicheren Gehweg auf die Straße ausweichen zu müssen. Wir weisen auch darauf hin, dass nach der Straßenverkehrsordnung Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen müssen; bis zum 10. Lebensjahr benutzen dürfen. Wenn der Gehweg allerdings derart rücksichtslos als Parkfläche genutzt wird, haben Kinder keine Chance, auf dem Gehweg zu bleiben.

Die Straßenverkehrsbehörde wird nicht jedes Gehwegparken mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung ahnden. Bei einem derart behindernden und rücksichtslosen Verhalten muss der Kraftfahrer entsprechend dem gesetzlich vorgegebenen Verwarnungsgeldkatalog mit einem Verwarngeld in Höhe von 30 Euro rechnen. Deshalb: Achten Sie künftig beim Parken darauf, dass die Mindestbreite von 1,20 m frei bleibt und dass an den Stellen, wo der Gehweg ohnehin schon relativ schmal ist, durch gedankenloses Parken die Gehwegbreite nicht noch zusätzlich verengt wird.