Siedlungsentwicklung in Stutensee

Stutensee

Siedlungsentwicklung in Stutensee

Siedlungsentwicklung in Stutensee: Das Potential von guten Lagen für die Wohnraumbereitstellung erkennen und nutzen

Die Siedlungsentwicklung in Stutensee ist geprägt von der  Weiterentwicklung aller vier Stadtteile – Staffort, Spöck, Friedrichstal und Blankenloch mit Büchig. Die Stadtteilentwicklung im besonderen bringt dabei mit sich, dass sich ein Stadtteil möglichst im Verhältnis zur Einwohnerzahl und dem vorhandenen Infrastrukturgefüge weiterentwickelt.

Die Wohnraumentwicklung ist ein zentrales Handlungsfeld für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Flächengemeinde Stutensee.

Wohnen ist ein Grundrecht! Deshalb steht es für Politik und Verwaltung außer Frage, dass Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten bereitgestellt und gesichert werden muss. Gleichzeitig erfordert die nachhaltige Ausrichtung von wohnungspolitischen  Aktivitäten die Berücksichtung von ökologischen Aspekten, Natur- und Klimaschutz in Verbindung mit umweltgerechtem Bauen.

„SiedlungsentwickIung in Stutensee bedeutet allerdings auch, sich mit übergeordneten Planungsebenen, wie beispielweise dem Regionalplan und den Vorgaben des Nachbarschaftsverbands in der Weiterentwicklung des Flächennutzungsplans auseinanderzusetzen,“ so die Erste Bürgermeisterin und für Stadtplanung zuständige Dezernentin Sylvia Tröger.

Die bedarfsgerechte Ausweisung von Wohnbauflächen ist eine kommunale Aufgabe, die durch die Flächennutzungsplanfortschreibung vorbereitet wird. Der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, der auch von Menschen mit mittlerem und geringerem Einkommen finanziert werden kann, kommt hierbei eine wesentliche Bedeutung zu.

„Die Siedlungsentwicklung mit der Ausweisung von Bauflächen ist bezogen auf die einzelnen Stadtteile proportional zu sehen“, so Tröger.

Dem Stadtteil Blankenloch mit Büchig als größtem Stadtteil in unmittelbarer Nähe zu Karlsuhe kommt  auch aus regionalplanerischer Sicht eine zentrale Bedeutung in der weiteren Siedlungsentwicklung zu.

Die Grundstückspreise sind  in den vergangenen Jahren in Stutensee stark gestiegen. Fachleute gehen davon aus, dass diese Tendenz anhält.

Diese Preisentwicklung, die sich auch deutlich auf die Mietpreise niederschlägt ist nachvollziehbar ein Ausdruck der hohen Nachfrage bei gleichzeitig niedrigem Angebot. Das führt dazu, dass insbesondere in Blankenloch mit Büchig, dem größten Stadtteil in Stutensee,  Teile der Einwohnerschaft aufgrund ihres Einkommens ausgeschlossen bzw. verdrängt werden. Weitere Einflussfaktoren auf  den bestehenden Bedarf an Wohnungen sind die spezfischen Bedürfnisse, die sich aus demografischen Veränderungen und dem Rückgang der Haushaltsgrößen heraus ergeben.

In Stutensee wird die soziale Durchmischung in allen Stadtteilen und damit Wohnlagen verfolgt.  Deshalb ist auch aus dem zuvor genannten Aspekt der  Bedarf an bezahlbarem Wohnraum im kostengünstigen Preissegment in Blankenloch mit Büchig drängend und stellt eine enorme Herausforderung dar.

Unabhängig von der Lage und den derzeit hohen Preisen muss sich eine Kommune der Herausforderung stellen und preisgünstigen Wohnraum anbieten. Dies kommt auch durch verschiedene Programme zum Ausdruck. Ein Verzicht auf bezahlbaren Wohnraum in hochpreisigeren Lagen würde einer Kapitulation vor dieser Herausforderung gleichkommen.

Um für die gesamte Stadt Stutensee letztlich zu einer tragfähigen und zukunftsorientierten wohnungspolitischen Lösung zu kommen, sind die Lagen aller in Stutensee derzeit angedachten Neubauflächen zu bewerten;  hinsichtlich ihres Potentials zur Deckung von Bedarf und Bedürfnissen, hinsichtlich ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Wertigkeit. Das vorhandene Infrastrukturgefüge z.B. mit ÖPNV, Verfügbarkeit von Kindergärten, Schulen und anderen Versorgungseinrichtungen ist dabei ein maßgebender Einflussfaktor. Gerade für weniger einkommensstarke Haushalte und ältere Menschen, die oftmals auch eine geringere Mobilität aufweisen, sind das entscheidende Faktoren für ihre Lebensqualität.

Daneben ist auch zu berücksichtigen, dass der  Anteil an Menschen der Generation 65+ zunimmt und für diese Menschen damit die möglichen Hindernisse im Alltag, die ebenfalls durch passenden Wohnungsum- oder –neubau beseitigt werden müssen, um  Lebensqualität zu erhalten und zu sichern: Enge Flure und Treppenhäuser, verwinkelte Räume, schmale Türöffnungen mit Schwellen, kleine Bäder sowie im Außenbereich hohe Bordsteinkanten oder fehlende Tiefgaragenstellplätze und auch fehlende Versorgungseinrichtungen in Wohnortnähe sind nur einige wenige Beispiele an möglichen Barrieren für Menschen  im fortgeschrittenen Alter, denen sich die Stadt verantwortungsvoll stellen muss.