Mitteilungen der Verwaltungsstelle Staffort in der 5. Kalenderwoche 2016

Ortsverwaltung Staffort

Waldbegehung, OR-Sitzung, Historische Schilder und Busverkehr

Ortschaftsratsitzung am 18. Februar entfällt!

Da derzeit keine beratungs- und beschlussrelevanten Themen anstehen, entfällt die für den 18. Februar geplante Ortschaftsratsitzung. Um Beachtung wird gebeten! Wie bereits mitgeteilt, wird unter anderem die Flüchtlingsthematik in der Ortschaftsratsitzung am Donnerstag, 17. März, öffentlich behandelt.

 

„Eiche ist nach wie vor sehr gefragt – Waldbegehung in Stutensee-Staffort / Forst in positivem Zustand präsentiert“

So lauteten die Überschriften in dem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten, den Marianne Lother über die Waldbegehung des Ortschaftsrates am Freitag vorletzter Woche schrieb und dankenswerterweise mit einem Foto zur Veröffentlichung zur Verfügung stellte: „Stutensee-Staffort (ml). Dem Stafforter Wald geht es nicht ganz schlecht. Da Revierförster Christian Haag und der Forstbezirksleiter des Forstamts West, Thomas Eichkorn, bei der diesjährigen Waldbegehung die Problem-Dauerbrenner „Eschentriebsterben“ und „Maikäfer“ außen vor ließen, da bei beiden Themen kein Handlungsspielraum besteht, zeigte sich der Zustand des Waldes auf der jährlichen Begehung des Ortschaftsrates deutlich positiver als in den vergangenen Jahren.

In einem „schönen Bergahornbestand“ berichtete Haag über Durchforstungsmaßnahmen und Holzverkäufe. Die bestellte Brennholzmenge liege aufgrund des derzeit niedrigen Ölpreises nur noch bei einem Drittel der Menge des Vorjahres. Überschüssiges Brennholz könne aber als Industrieholz noch verwertet werden. Alles in allem laufe der Holzmarkt noch gut, berichtete Eichkorn. Eiche sei nach wie vor gefragt, wachse aber sehr langsam. 180 Jahre benötige ein Stamm bis zur Hiebreife. Kiefer verkaufe sich ebenfalls gut, an Esche zeige sich eine Übersättigung, da viele Förster ihre Eschenbestände auf den Markt geworfen hätten, bevor die Stämme unbrauchbar geworden wären. Ahorn und Erle seien „Modehölzer“, darum sei ein Holzverkäufer am besten dran, wenn er einen „Gemischtwarenladen“ betreibe. Zu schaffen mache dem Wald allerdings die Trockenheit des vergangenen Jahres. Kiefern weisen schüttere Kronen auf, da sie noch grüne Nadeln abwerfen. Die Bäume könnten das Grundwasser nicht mehr erreichen und das Kapillarwasser reiche nicht aus. Douglasie sei ein relativ trockenresistenter Baum, sagte Eichkorn, aber er rate, niemals zu viel von einer Sorte zu pflanzen, wie in den Monokulturen.

Nur mit breit gemischtem Angebot könne ein Wald auf unterschiedliche Probleme reagieren. Vor zwei Jahren bereits hatte Haag damit begonnen, an durch den Engerling geschädigten Standorten Schwarznuss zu pflanzen, weil deren Wurzeln gemieden werden. Das Experiment war aufgegangen, 85 Prozent der gesteckten Samen hatten ausgetrieben und Haag präsentierte einige junge Bäume, die stabil herangewachsen waren. Natürlich werde er jetzt nicht großflächig Schwarznuss pflanzen, sagte er, zumal diese auch keine heimische Baumart sei, aber es sei zumindest eine Option. Schwarznuss sei ein schnellwüchsiger Baum mit dunklem Holz und darum für den Waldbesitzer durchaus interessant. Die Klimaerwärmung stelle den Forst vor neue Herausforderungen und es sei zu erproben, welche Baumarten damit am besten zurecht kämen. Stets handele es sich jedoch nur um kleinräumige Pflanzungen und Beimischungen zur Palette. Das letzte Waldbild galt der Naturverjüngung, die durch Papierhülsen vor Wildverbiss geschützt werden sollen (wir berichteten).“ (Ende des BNN-Berichtes). In den Schilderungen der Förster, so auch in diesem Bericht wiedergegeben, besteht leider keine Möglichkeit, dem „Eschentriebsterben“ und der Maikäferproblematik Einhalt zu gebieten. Abschließend danke ich allen Teilnehmern an der Begehung für das gezeigte Interesse und Stadtrat Dirk Fetzner für die Organisation des abschließenden Imbisses in der Forsthütte.

 

„Ortsgeschichte an der Straßenecke – In Staffort wurden zwei Tafeln mit Informationen über die Historie aufgestellt“

Mit diesen Überschriften begann der Bericht von Marianne Lother über die Präsentation der neuen Informationstafeln zur Ortsgeschichte am Samstag vorletzter Woche. Besten Dank für die Überlassung zur Veröffentlichung an dieser Stelle!  

„Stutensee-Staffort (ml). Ein Blickfang sollen sie sein und Interesse für die Historie des Ortes wecken: wetterfeste Tafeln mit der Ortsgeschichte, aussagekräftig bebildert und mit knappen informativen Texten versehen, stehen seit kurzem an zwei historisch markanten Ecken in Staffort. Weitere sollen folgen. Der Anlass dazu kam eigentlich aus Spöck. Der dort angesiedelte Verein „kreuz + quer“ überreichte anlässlich des 40. Jahrestages des Stutensee-Vertrags jedem Stadtteil eine Spende von 500 Euro zur Dorfverschönerung. Der Ortschaftsrat diskutierte die Verwendung des Geldes und kam aufgrund einer Anregung der beiden historisch bewanderten Stafforter Wilfried Süß und Erhard Gamer zu dem Beschluss, die historischen Stätten dauerhaft wahrnehmbar zu machen und ins richtige Licht zu setzen, berichtete Ortsvorsteher Ludwig-Wilhelm Heidt. Aus seinem großen Fundus an alten Fotografien, den er anlässlich der 900-Jahr-Feier Stafforts zusammengetragen hatte, wählte Süß markante Bilder aus. Erhard Gamer schrieb die Texte dazu, die auch Spöck, Friedrichstal, Graben und Weingarten miteinbeziehen und die Germanistin Sibylle Wolf-Röpke war redaktionell tätig. Welche Themen sollten es sein? Der Arbeitskreis beschloss, „von innen nach außen“ zu arbeiten. Zentrum war zweifellos die alte Stafforter Kirche. An diesem Platz Ecke Weingartner Straße/Lutherstraße wurde der erste Ständer mit drei Tafeln aufgestellt. Alle drei Tafeln widmen sich der Geschichte der ersten Stafforter Kirche. Die erste Tafel ist Aloys Henhöfer gewidmet. Der engagierte Prediger war von 1827 bis 1862 Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Spöck-Staffort. Die zweite Seite zeigt „Die erste Stafforter Kirche“, die von 1714 bis 1876 in Funktion war und 1978 abgerissen wurde. Sie stand genau neben dem Gebäude der Sparkasse auf jenem Platz, auf dem nach dem Abriss die Spitze des Türmchens aufgestellt wurde und heute noch steht.

Die dritte Tafel ist mit „ehemalige Stafforter Kirche als Wooghall“ überschrieben und beschreibt den Fortgang der Kirche, als sie nicht mehr zu Gottesdiensten diente, da diese in der mittlerweile neu erbauten Kirche stattfanden. Das seit jeher ständig feuchte und schimmelige Kirchenschiff der alten Kirche wurde zu landwirtschaftlichen Zwecken umgenutzt: Es wurde Waaghalle. Auf diesen Inhalt nimmt eine weitere Tafel Bezug, die direkt vor dem Gasthaus „Schwanen“ in der Weingartener Straße aufgestellt ist: „Tabakverwiegen im Dorf“. Entlang der Fachwerkhäuser stehen die Fuhrwerke der Bauern hoch beladen mit Tabak, der in der „Wooghall“ verwogen wurde. Die andere Seite dieser Doppel-Tafel ist der Milchsammelstelle gewidmet und zeigt Menschen mit der Milchkanne im Handwagen auf dem Weg zur Milchsammelstelle, die später ebenfalls in der „Waaghalle“ eingerichtet wurde.“ (Ende des BNN-Berichtes). Hiermit danke ich nochmals allen, die zur Realisierung dieses Projektes beigetragen haben – damit ist ein guter Anfang gemacht!

 

Weitere Hinweise zu Neuerungen bei der Buslinie 121

Unser Mitbürger Erhard Gamer ist ständiger Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs. Aufgrund seines Detailwissens hat er schon mehrfach spezielle Fahrpläne für unseren Stadtteil erstellt und bereitgestellt. In der zurückliegenden Ausgabe hat er bereits auf Neuerungen hingewiesen, die ihm besonders auffielen. Dies ist nun die angekündigte Ergänzung mit der  Überschrift: „Vorsicht Fahrplanfalle“. Pendler, die die Busverbindung um 16.31 Uhr vom Weingartener Bahnhof nach Staffort nutzen möchten, sollten sich über eine kleine Tücke im Fahrplan bewusst sein. Die genannte Verbindung wird an den Wochentagen montags bis donnerstags immer angeboten. An Freitagen fährt dieser Bus aber nur an schulfreien Tagen, aber nicht während der Schulferien!   (Ende des zweiten Hinweises)

 

Ihr Ortsvorsteher

Ludwig-W. Heidt