Von „Lolli-Pop“ bis „Pool“-Testung

Coronavirus (SARS-CoV 2) Kinder & Jugendliche

Bedarfsorientierte SARS-CoV-2-Teststrategie der Stadt Stutensee gibt Sicherheit im Betreuungsalltag

Seit Ende April bietet die Stadt Stutensee allen Kindern, die eine Kindertageseinrichtung oder die Kindertagespflege besuchen ein zweimaliges Coronavirus(SARS-CoV-2)-Testangebot pro Woche an. Gestartet wurde mit dem Angebot von sogenannten „Lolli-Pop“-Tests, dabei handelt es sich um speziell für die Anwendung bei Kleinkindern geeignete Antigen-Schnelltests. Die Testung wurde zunächst von den Eltern zu Hause vor dem Besuch der Kita durchgeführt. Das Angebot wurde dabei von den Familien in Stutensee grundsätzlich gut angenommen.

Mit Blick auf eine längerfristige Teststrategie als Sicherheitsbaustein für den Regelbetrieb von Kindertageseinrichtungen hat die Stadt Stutensee darüber hinaus auch das Modell der sogenannten „Pool“-Testung erprobt und evaluiert. Dabei handelt es sich um Polymerase-Kettenreaktions-, kurz PCR-Tests. Diese Tests werden direkt in der Einrichtung vorgenommen und durch ein Labor am selben Tag ausgewertet.  Dabei werden Stäbchen von maximal 15 Stück in einem Pool zusammengefasst und ausgewertet. Vorteil der Pool-Testung ist, dass es ein PCR-Test im Gegensatz zu Antigentests sensitiver ist und Infektionen früher erkannt werden. Die Testung ist anonymisiert, sollte ein Pool-Ergebnis positiv ausfallen, müssen diese Kinder zunächst zum Nachtest, bevor weitergehende Maßnahmen ergriffen werden.

Nachdem in der städtischen Kita „Lachwald“ die Umstellung sehr gut funktioniert und angenommen wurde, wurden in den letzten Wochen alle städtischen Kitas mit Ausnahme des Waldkindergartens Staffort und des der evangelischen Kindergartens Regenbogen an das System angedockt. Von Seiten der Stadt Stutensee wird außerdem die Fahrt zum Labor in Karlsruhe organisiert. Aktuell wird voraussichtlich auch der freie Kindergarten „Grashüpfer“ nach einer Einführung durch das Labor auf diese Testung umstellen. Mit den beiden evangelischen Kindergärten Hölderlinstraße und Kronenstraße im Stadtteil Spöck ist die Stadtverwaltung im Gespräch. Das Angebot auf Umstellung auf diese Methode wurde allen Einrichtungen in Stutensee gemacht.

Im Kita-Bereich ist die Testung der Kinder weiterhin freiwillig. Aufgrund der aktuell sich ausbreitenden Delta-Variante des Corona-Virus und zur Aufrechterhaltung des Betriebs sieht die Stadt die regelmäßigen Testangebote als wichtigen Baustein zur Reduktion von Ansteckungsrisiken im Alltag.

Anders als im Schulbereich ist für den Bereich der Testungen von Kindern im Kindergartenalter eine finanzielle Beteiligung des Landes zwar angekündigt – es liegen der Verwaltung hier jedoch keine konkreten Modalitäten vor, sodass diese Tests durchaus eine erhebliche, finanzielle Mehrbelastung darstellen und die Kommune in Vorleistung gehen muss.

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