Das Ordnungsamt Stutensee informiert

Öffentliche Ordnung

Leinenpflicht und Hundekot

Die Hinterlassenschaften vierbeiniger Begleiter sind im innerörtlichen Bereich beziehungsweise auf öffentlichen Flächen, also Straßen, Wegen, Plätzen, Spielflächen sowie Grün- und Erholungsanlagen unverzüglich durch den Hundebesitzer zu beseitigen. Hierzu stehen auch in allen Stadtteilen sogenannte "Hundetoiletten" samt Kotbeuteln zur Verfügung. Darauf macht das Ordnungsamt Stutensee aus gegebenem Anlass aufmerksam. Wer dies missachtet begeht eine Ordnungswidrigkeit, im Sinne der polizeilichen Umweltschutzverordnung der Stadt Stutensee, welche mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Das Ordnungsamt appelliert an alle Hundehaltenden, einen Beitrag zum ordentlichen Stadtbild zu leisten und den Hundekot zu entfernen und in einer dafür vorgesehenen Mülltonne oder den im gesamten Stadtgebiet aufgestellten „Hundetoiletten“ zu entsorgen.

Gleichzeitig macht das Ordnungsamt darauf aufmerksam, dass Hunde innerorts generell an der Leine geführt werden müssen. Seit dem ersten Januar 2016 wurde der Leinenzwang auch teilweise auf stark frequentierte Außenbereiche erweitert, welche entsprechend ausgeschildert sind. Wer dies missachtet begeht eine Ordnungswidrigkeit. Außerhalb geschlossener Ortschaften, also beispielsweise im freien Feld oder im Wald wird weiterhin die Einwirkungsmöglichkeit durch Zuruf vorausgesetzt. Eine Einwirkung auf den Hund kann aber nur angenommen werden, wenn sich der Hund in Sicht- und Rufweite der Begleitperson befindet und auch bedingungslos auf Kommandos gehorcht. Besondere Achtsamkeit ist beim Ausführen des Hundes im freien Feld und in den Waldgebieten dennoch unerlässlich. In unseren weitläufigen Feldern und Wäldern der Stutenseer Gemarkung leben unzählige Wildtiere. Trotz generellen Gehorsams eines Hundes können die Triebe und Instinkte geweckt werden, sobald der Hund seine „Beute“ erblickt. Oftmals lässt sich der beste Freund des Menschen dann nicht mehr oder nur sehr schwer einfangen. Hieraus können schlimme Wildunfälle entstehen, weil durch das Hetzen des Hundes die Fluchtinstinkte der Wildtiere aktiviert werden. Im schlimmsten Falle „reißt“ der Hund das Wild und der Jagdpächter muss den Kadaver entsorgen. Wenn ein Hund zum Hetzen oder Reißen neigt, kann er als gefährlicher Hund eingestuft werden. Dies gilt ebenso in Naturschutzgebieten sowie an Baggerseen. Wir bitten um Beachtung und Einhaltung der Halterpflichten!

Feld- und Wirtschaftswege werden kontrolliert

Viele nutzen die schönen Herbsttage, um ihre freie Zeit draußen zu verbringen und zum Beispiel durch unsere schöne Landschaft zu wandern oder zu radeln. Daher werden die Wirtschaftswege auch während des Spätherbstes regelmäßig durch den Städtischen Gemeindevollzugsdienst kontrolliert. Die Kontrollen werden zu unterschiedlichen Tageszeiten durchgeführt. Die Verkehrsteilnehmer, welche unberechtigt diese Wege mit ihrem Kraftfahrzeug benutzen, haben mit Verwarnungen und Bußgeldern als rechtliche Konsequenz zu rechnen. Ferner ist auch von dem berechtigten Personenkreis, die dieses Wegenetz befahren dürfen, darauf zu achten, dass mit angemessener Geschwindigkeit gefahren wird, da viele Wege als Radwege ausgewiesen sind und auch Wanderer/Spaziergänger sie nutzen. Das Ordnungsamt bittet um Beachtung und gegenseitige Rücksichtnahme.

Parken auf Gehwegen: Mindestbreite von 1,50 Metern ist ausnahmslos einzuhalten

Nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung ist Parken auf Gehwegen grundsätzlich nicht zulässig, wenn dies dort nicht ausnahmsweise durch eine entsprechende Beschilderung oder Markierung erlaubt ist. In Zusammenhang mit unzulässigem Parken auf Geh- und Radwegen sind Fußgehende sowie auch Radfahrende häufig dazu gezwungen, auf viel befahrene Straßen auszuweichen. Dies verschärft sich noch, wenn beispielsweise Kinderwagen oder Gehhilfen manövriert werden müssen. Zudem ist das Begehen der Straße vielerorts mit einem erheblichen Gefahrenpotential verbunden. Kinder müssen nach der Straßenverkehrsordnung bis zum vollendeten achten Lebensjahr mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen. Wenn der Gehweg allerdings rücksichtslos als Parkfläche genutzt wird, haben Kinder keine Chance, auf dem Gehweg zu bleiben. Auch das Zuparken oder Zustellen von Feuerwehr- und Rettungswegen verhindert das schnelle Durchkommen von Rettungsfahrzeugen zum Einsatzort, wo jede Sekunde zur Rettung von Menschenleben zählen kann.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg in einem Erlass zur Überwachung und Sanktionierung von Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr vom 11. Mai dieses Jahres geregelt, dass eine Behinderung für zu Fuß Gehende insbesondere dann vorliegt, wenn die Mindestbreite für Gehwege von 1,50 Metern, einschließlich des Sicherheitsraums, unterschritten wird. Das Ordnungsamt Stutensee appelliert in diesem Zusammenhang an alle Autofahrenden, den Gehweg nur in dem Umfang in Anspruch zu nehmen, dass er seinem eigentlichen Zweck noch dienen kann. Dabei ist eine Mindestbreite von 1,50 Metern grundsätzlich und ausnahmslos einzuhalten. Etwaige Verstöße werden durch den Gemeindevollzugsdienst kontrolliert und mit Bußgeldern geahndet.