Gemeinderat befürwortet grundsätzlich Teilnahme an "RegioMove"-Initiative, jedoch nicht als Pilotkommune

Stutensee

Zeitpunkt noch nicht reif

Für rege Diskussion und Austausch sorgte die mögliche Teilnahme an der „RegioMove“-Initiative, welche in der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats behandelt wurde. Das Gremium sprach sich dabei letztlich bei einem Abstimmungsergebnis von 18 zu 6 gegen eine Teilnahme als Pilotkommune für „RegioMove“ aus. Einstimmig fasste der Gemeinderat jedoch den Beschluss, das Vorhaben zu einem späteren Zeitpunkt weiterzuverfolgen.

Im Vergangenen Jahr hatte Stutensee das Interesse an einer Teilnahme bekundet und wurde als eine der Pilotkommunen für das Projekt „RegioMove“ ausgewählt. Ziel der Initiative ist es, die sogenannte intermodale Mobilität zu fördern. Bestehende Strukturen wie Fahrradwege, ÖPNV, DB und Car-Sharing sollen optimal und digital vernetzt werden. Vor diesem Hintergrund ist es Bestandteil der Initiative, Knotenpunkte in Form von sogenannten Ports einzurichten. Für Stutensee wurde hierzu vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein der Pilotstandort an der Haltestelle „Blankenloch Nord“ ausgewählt. Nach Abzug der Fördermittel, welche Stutensee als Pilotkommune in erhöhtem Maß zu Gute kämen, beliefen sich die Investitonskosten geschätzt auf 66.000 EUR für den ersten Port. Hinzukämen laufende Kosten in Höhe von rund 6.500 EUR jährlich.

Grundsätzlich stieß das Projekt fraktionsübergreifend auf Zustimmung. Die verhältnismäßigen hohen Kosten sorgten jedoch, gerade vor dem Hintergrund der derzeit nur schwer abschätzbaren Folgen der COVID-19-Pandemie für den städtischen Haushalt, für Zurückhaltung im Gremium hinsichtlich einer Teilnahme in der Rolle einer Pilotkommune. Zudem seien viele Strukturen, die im Zuge von „RegioMove“ verstärkt werden sollen, in Stutensee bereits vorhanden. Modellen wie „RegioMove“ gehöre sicherlich die Zukunft der Mobilität, war man sich im Gemeinderat einig, der Zeitpunkt für Stutensee sei jedoch aufgrund der aktuellen Situation leider nicht der richtige. Die Stadt Stutensee wird sich zu gegebener Zeit in dieses wichtige Projekt einbringen und dabei auch ganz wesentlich auf den Erfahrungsaustausch mit unseren Nachbarkommunen setzen. „Wir werden uns auch weiterhin für nachhaltige, klimafreundliche und innovative Mobilitätslösungen in Stutensee stark machen“, betonte Oberbürgermeisterin Petra Becker.