Mitteilungen der Verwaltungsstelle Staffort in der 6. Kalenderwoche 2018

Staffort

Stadtputzete & Waldbegehung

Die Teilnehmer der Waldbegehung lassen sich die Arbeitsweise eines Harvesters erklären. Bild: Marianne Lother

Wuchshüllen um frisch gepflanzte Eichen, die aus einem Landesförderprogramm gepflanzt wurden – insgesamt 1100 Stück an drei Standorten. Bild: Marianne Lother

Ortschaftsratsitzung am Donnerstag, 22. Februar 2018, entfällt!

Da absehbar keine beratungs- und beschlussrelevanten Themen anstehen, entfällt im Einvernehmen mit dem Ortschaftsrat die für Donnerstag, 22. Februar 2018 vorgesehene Ortschaftsratsitzung. Um Beachtung wird gebeten.

Auch die diesjährige Stadtteilputzete war eine erfolgreiche Gemeinschaftsleistung!

Am Samstagmorgen vergangener Woche trafen sich bei akzeptablem Wetter wieder etwa 80 große und kleine Helferinnen und Helfer aus den Vereinen, den Kirchen und den Hilfsorganisationen, aber auch Einzelpersonen, um die jeweils zugewiesenen Bereiche, außerhalb und auch innerorts, von Müll und Unrat zu befreien. Angehörige unserer Abteilungs- und Jugendwehr konnten leider in diesem Jahr aus Termingründen nicht anwesend sein. Die Kinder unseres städtischen Waldkindergartens reinigten bereits vor einer Woche „ihre“ traditionelle Strecke und wurden hierfür vom Marktleiter des NETTO mit köstlichen Leckereien belohnt. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins putzten den stadteigenen Streuobstbestand entlang des „Neuen Weges“ aus. Für alle hilfreichen Aktionen und für die Bereitstellung der verdienten Stärkung durch die Damen des LandFrauenvereins unter Leitung deren Vorsitzenden und Ortschaftsrätin Gabi Aulenbach nach Abschluss der gemeinsamen Stadtteilputzete bedanke ich mich sehr herzlich.

Ein erhebliches Müllaufkommen war erneut entlang der außerörtlichen Kreisstraßen festzustellen. Als Konsequenz für die gemachten Erfahrungen der letzten Jahre entlang der außerörtlichen Straßen beantragte der Unterzeichner wieder beim städtischen Ordnungsamt so genannte „Geschwindigkeitstrichter“ einzurichten, sodass per Ausschilderungen Tempo 50 verordnet wurde. Herzlichen Dank an den städtischen Bauhof auch für die Unterstützung in dieser wichtigen Sache, die zweifelsfrei der Sicherheit dient. Alle teilnehmenden Gruppen wurden vor Beginn der Putzete nochmals auf den „Fotowettbewerb“ aufmerksam gemacht, der erstmals durchgeführt wurde und bei dem das witzigste Foto prämiert werden soll. Mal sehen, wie groß die Beteiligung war!

 

Traditionelle Waldbegehung des Ortschaftsrates am Freitag, 26. Januar 2018

Trotz Dauerregen waren alle Mitglieder des Ortschaftsrates und etliche weitere Teilnehmer bei der Waldbegehung anwesend. Nachfolgend der Bericht von Marianne Lother in den Badischen Neuesten Nachrichten, den sie dankenswerterweise mit einem Foto zur Veröffentlichung an dieser Stelle zur Verfügung stellte:

„Eichen sollen die Eschen ersetzen – Nässe verzögert die Arbeiten im Stafforter Wald“.

„Stutensee-Staffort (ml). Nass bis an die Oberkante: „Der Waldboden kann überhaupt nichts mehr aufnehmen“ erklärte der Stutenseer Forstrevierleiter Christian Haag bei der jüngsten Waldbegehung des Ortschaftsrates und demonstrierte das sehr anschaulich: Eine in den Boden geschlagene Metallhülse füllte er mit Wasser. Was normalerweise in wenigen Minuten versickert wäre, blieb stehen. „Dadurch wird der Boden so durchweicht, dass wir keine Rückefahrzeuge einsetzen können, obwohl die Kunden auf ihr Holz warten. Wir schieben unser Geschäft Woche für Woche vor uns her“, ergänzte er. Das Wetter ist nicht das einzige Problem, das der Stafforter Wald hat. Das Eschentriebsterben grassiert nach wie vor. „In zehn Jahren wird 90 Prozent des Eschenbestandes verschwunden sein“, berichtete der Leiter des Forstbezirks West Thomas Eichkorn. Eschen bilden 20 Prozent des Stadtwalds Stutensee, acht Prozent sind bereits weg. Dabei handele es sich um einen sehr schönen Bestand, der jahrelang gepflegt und auf Zukunftsbäume ausgerichtet war, klagte Haag. Die Landesregierung versucht diese Verluste zu mildern und bietet Fördermittel für ersatzweise Eichenanpflanzungen an.

Der Fachhochschulstudent Fabian Keller, der derzeit im Stutenseer Forst ein Praktikum absolviert, erklärte den Teilnehmern der Begehung, auf ehemals mit Eschen bestandenen und jetzt frei gewordenen Flächen, werden sogenannte „Eichentrupps“, das seien jeweils 20 Eichen in einer Gruppe, gepflanzt. 25 Trupps seien im Lochenwald gepflanzt und mit Wuchshüllen vor Wildverbiss geschützt worden. Die Flächen sollten nicht allzu groß sein, ergänzte Haag, da sich auf diesen Flächen auch Maikäferengerlinge im Boden halten, die jetzt im dritten Larvenjahr und sehr gefräßig seien. Besser sei, das Risiko auf mehrere kleinere Flächen zu verteilen. Aber die Inanspruchnahme von Fördergeldern bedeute auch Verpflichtung. Zehn Jahre lang müsse er nachweisen, dass diese Mittel tatsächlich für Eichen aufgewendet wurden. Eichen seien lange Zeit nicht gepflanzt worden und jetzt sehr gesucht, ergänzte Eichkorn. Großes Interesse zeigten die Besucher an der Arbeit eines Harvesters. Holzernte, Ablage und Zuschnitt erfolgt computergesteuert „sortimentsoptimiert“ in einem Arbeitsgang. Das Schlussbild der Begehung hatte dann doch noch versöhnlichen Gehalt: Fabian Keller zeigte einen wunderschönen jungen Buntlaubbestand mit zahlreichen Z-Bäumen, die, bis in die oberen Regionen entastet, einen vielversprechenden Eindruck hinterließen.“ (Ende des BNN-Berichts).

Der Unterzeichner bedankte sich beim Abschluss insbesondere bei den Forstfachfachleuten für die stets hervorragende und kooperative Zusammenarbeit und die vorausschauende, angemessene Waldbewirtschaftung. Dank ging auch an Stadtrat Dirk Fetzner für die gute Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Waldbegehung.  

 

Die Vorbereitungen des gärtnergepflegten Gräberfeldes schreiten trotz widrigen Wetters voran – Ehrenmal und Soldatengräber „eingefasst“

Die Anlage der Wege für das neue gärtnergepflegte Gräberfeld auf dem ältesten Friedhofsteil war für die Arbeiter – bedingt durch die widrigen Wetterverhältnisse - sicherlich nicht vergnügungssteuerpflichtig! Trotzdem wurden sie fertiggestellt oder die Fertigstellung steht kurz bevor. Da das „Vizefeldwebelgrab“ aus dem Ersten Weltkrieg in diesem Bereich den optischen Mittelpunkt bilden soll, wurde es auch umläufig eingefasst. Selbiges gilt auch für das Ehrenmal für die Opfer des Fliegerangriffs am 2. Februar 1945 auf Staffort sowie das Soldatengrab an der westlichen Friedhofsmauer. Bei beiden Gedenkstätten senkte sich im angrenzenden Umfeld immer wieder die Erde. Soldatengräber haben ewiges Bestandsrecht. Sie sind Mahnmale für den Frieden!

 

Baggersee: Verschluss aller Schranken seit vergangener Woche!

Hiermit fordere ich wieder alle Verantwortlichen auf, erneut dafür Sorge zu tragen, dass die Schranken in Richtung Baggersee permanent geschlossen sind. Die Erfahrungen seit zwölf Jahren haben gezeigt, wie wirkungsvoll mit einer solch konsequenten Maßnahme die sensiblen Bereiche des Baggersees und des angrenzenden Waldes geschützt werden können.

In diesem Zusammenhang aber auch der dringende Hinweis, dass der Querweg durch das „Bruch“ und der östliche Pfinzweg zwischen Wald und dem Ort für Fahrzeuge gesperrt sind! Die angebrachten Barrieren dürfen nur bei außergewöhnlichen Ereignissen durch die hierzu Berechtigten geöffnet werden.

 

Bitte vermehrt aufpassen: Feuersalamander und Frösche unterwegs!

Insbesondere Feuersalamander ziehen es bei entsprechender Sonneneinwirkung und wärmer werdenden Temperaturen vor, sich auf warmem Asphalt niederzulassen. Dies wird wieder eintreten auf dem Zufahrtsweg zum Sportgelände.

Entsprechende Hinweisschilder mit der Aufforderung zur besonderen Aufmerksamkeit wurden zum Schutz der Feuersalamander angebracht. Selbiges gilt für die Gefährdung von Fröschen auf den Wegen im Bereich des Baggersees. Hiermit bitte ich alle um entsprechendes Verhalten.

Ihr Ludwig-W. Heidt, Ortsvorsteher