Integrationsmanagement in Stutensee

Integration

Austausch mit den Gemeinden und Netzwerkpartnern

 

Anschlussunterbringung im Seegrabenweg

In der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats wurde das Integrationsmanagement für die Stadt Stutensee vorgestellt. Das Integrationsmanagement wird dabei in Zusammenarbeit von der Integrationsbeauftragten der Stadt Stutensee, Christiane Seidl-Behrend, und zwei Integrationsmanagerinnen des Landkreises Karlsruhe durchgeführt.

"Im Vordergrund steht dabei vor allem auch ein kontinuierlicher Austausch mit den umliegenden Gemeinden und Netzwerkpartnern aus dem Ehrenamt", erklärt Christiane Seidl-Behrend, Integrationsbeauftragte der Stadt Stutensee. Das zugrunde liegende Konzept des "Integrationsmanagement" fußt auf der Umsetzung der Landesregierung Baden-Württemberg des "Pakts für Integration", mit welchem die Bundesregierung 2016 die Mittel für die Anschlussunterbringung für Geflüchtete für den Zeitraum von 2017 bis 2018 an die Länder regelte.

Das Land stellt die Bundesmittel dabei zum einen in Form einer "Pro-Kopf-Pauschale" sowie zum anderen für Förderprogramme, zu dem auch das Integrationsmanagement zählt, den Kommunen zur Verfügung. Ziel ist es, flächendeckend Integrationsmanagerinnen und -manager zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Stutensee hat sich dabei mit 28 weiteren Kommunen des Landkreises entschieden, das Integrationsmanagement vom Landratsamt Karlsruhe zu organisieren und durchzuführen zu lassen.Während die Arbeit der Integrationsbeauftragten der Stadt Stutensee vordergründig als zentrale Anlauf-, Beratungs, und Koordinierungsstelle für alle Integrationsangelegenheiten, die Fördermittelverwaltung sowie durch die Netzwerkpflege mit den örtlichen Akteuren geprägt ist, arbeiten die Integrationsmanagerinnen und -manager direkt am Integrationsprozess vor Ort in den Anschlussunterbringungen.

"Kernstück des Paktes ist die Beratung und Begleitung von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung im Integrationsprozess", so die Integrationsbeauftragte. Unter dem Leitsatz "Fördern und Fordern" soll dem jeweiligen Klienten soviel Eigenständigkeit wie möglich übertragen werden. Dies geschieht konkret anhand individuell ausgearbeiteter Integrationspläne. Diese werden anhand einzelner Bausteine wie der finanziellen und familiären Situation, Bildung, Gesundheit jeweils individuell erstellt und Zielvereinbarungen mit den geflohenen Menschen erarbeitet. Die Beratungsintensität richtet sich dabei nach Art und Umfang des anhand der Integrationspläne ermittelten Bedarfs. Die Integrationsmanagerinnen und -manager nehmen dabei zuerst schriftlich bzw. telefonisch Kontakt mit den jeweiligen Flüchtlingen auf, wenn Termine nicht wahrgenommen werden, werden die Klienten jeweils persönlich aufgesucht.

Gleichzeitig werden in diesem Rahmen auch offene Sprechstunden angeboten.Das Integrationsmanagement in Stutensee haben die beiden Integrationsmanagerinnen Yana Shykhyrina und Azita Dastan im Dezember 2017 aufgenommen. Seitdem befinden sich bereits rund 250 Personen in aktiver Beratung.