Bezahlbare Wohnungen durch geförderten Wohnungsbau

Stutensee

Kommunales Engagement in der Wohnraumförderung

Stutensee- die Stadt sind wir alle

Wohnungspolitik ist Sozialpolitik. In Stutensee gibt es derzeit cirka 700 Menschen mit Wohnberechtigungsschein. Diesem Nachfragepotential an preisgünstigen Wohnungen steht allerdings das fehlende und passende öffentlich geförderte Wohnungsangebot gegenüber.

Der soziale Wohnungsbau kann auch in Stutensee eine wichtige Versorgungsfunktion für Mitbürger leisten, die sich am freien Wohnungsmarkt nicht selbst mit Wohnraum versorgen können.

Der Anteil von Familien, welche auf geförderten Wohnraum angewiesen sind hat sich erhöht und wird weiter zunehmen.

Das Land hat mit der aktuellen Anhebung der Einkommenshöhen zum Erhalt einer öffentlich geförderten Wohnung reagiert. Einen Wohnberechtigungsschein können jetzt z.B. auch Familien mit 2 Kindern und einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5.400 Euro erhalten. Beispielhaft beläuft sich das Einkommen eines Polizisten mit einigen Dienstjahren auf cirka 3.500 Euro monatlich.

Neben der möglichen Unterstützung von Personenkreisen auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus stehen beim sozialen Wohnungsbau insbesondere kinderreiche Haushalte, Alleinerziehende, Menschen mit geringen Renten und Menschen mit Handicaps im Mittelpunkt. Mit einem Wohnberechtigungsschein haben Wohnungssuchende Anspruch auf Wohnraum, der mit Steuermitteln subventioniert wird.

Das bedeutet, dass während der Bindungsdauer von bis zu 30 Jahren ab Bezugsfertigkeit des geförderten Wohnraums die Kaltmiete gegenüber der ortsüblichen Vergleichsmiete (OVM) regelmäßig um mindestens 33 Prozent abgesenkt wird.

Kommunales Engagement in der Wohnraumförderung

Um langfristig und flexibel wirkungsvolle Impulse für den Wohnungsmarkt in Stutensee geben zu können - hinsichtlich ausreichendem, bezahlbarem Wohnraum in allen Stadtteillagen für alle Bevölkerungsschichten - führt kein Weg an Überlegungen zur Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft oder -genossenschaft vorbei. Der politische Wille hierzu nähere Überlegungen voranzutreiben wurden vom Gemeinderat bereits  ausdrücklich bekundet. Ein wesentlicher Aspekt der  Voraussetzung zur Gründung einer kommunalen Gesellschaft ist dabei die Einbringung von städtischen Grundstücken in entsprechender Größe.

Plangebiet Lachwald II: Stellschrauben für bezahlbares Wohnen können zukunftsorientiert gezogen werden

Mit der Bebauung eines Teils des Lachwalds bei Büchig bietet sich die konkrete Chance, auf einer stadteigenen Fläche nachfragegerecht auch für die heimische Bevölkerung bezahlbaren und geförderten Wohnraum zu realisieren. Die Gelegenheit wäre gegeben, über die Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft  oder Wohnungsbaugenossenschaft die kommunale Wohnraumförderung in Stutensee langfristig auf eine tragfähige Basis zu stellen.

30% der städtischen Grundstücksfläche sind derzeit für geförderten Wohnraum vorgesehen und damit die „Eintrittskarte“ in die Gründung einer kommunalen Gesellschaft.  Das bedeutet allerdings nicht, dass nicht auch auf der verbleibenden Fläche die Möglichkeit gegeben ist, zusätzlich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Mit einer NEIN-Stimme beim Bürgerentscheid am 18. Februar signalisieren Sie der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat, die bisherigen  Überlegungen zum Einstieg in den kommunalen Wohnungsbau über die Gründung einer städtischen Gesellschaft oder Genossenschaft näher zu vertiefen.