Mitteilungen des Ortsvorstehers Friedrichstal in der 32. Kalenderwoche 2020

Friedrichstal

Ortsbefahrung am Samstag, 25. Juli – Teil 2

Nach der Friedenslinde ging es bei der Ortsbefahrung weiter zu den drei Rasen-Versuchsflächen an der Wallonenstrasse auf Höhe des Mini-Spielfeldes. Im Frühjahr erfolgte die Einsaat: Eine Fläche mit einer Blumenmischung und eine mit Kräuterrasen wurden angelegt. Die dritte Fläche blieb unverändert; lediglich der Mährhythmus wurde reduziert. Im Zusammenhang mit dem Labeling-Verfahren der Stadt, welches die ökologische sinnvolle Grünflächengestaltung zum Ziel hat, wurden diese Fläche sozusagen vorab eingerichtet. Dieses Verfahren ist aufwändig und langwierig, weshalb der Ortschaftsrat im Kleinen zur Tat schreiten wollte. Durch diese Maßnahmen kann festgestellt werden, wie sich die jeweiligen Einsaaten entwickeln. Zum einen gilt es den Pflegeaufwand zu reduzieren und andererseits insektenfreundliche Flächen anzulegen. Als Pflegemaßnahme wurde empfohlen, lediglich zweimal im Jahr zu mähen, nämlich Mitte Juni und im Spätsommer. Das Mähgut ist aufzunehmen, damit sich die Flächen besser entwickeln können. Des Weiteren wurde vorgeschlagen an den Rändern der Grünflächen regelmäßig einen Streifen (ca. Rasenmäherbreite) zu mähen, um einen optischen Akzent zu setzen. Wichtig ist bei dem Konzept, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs miteinzubeziehen und die Maßnahmen fachlich zu begleiten.

Thematisiert wurde auch die für viele Radfahrer unklare Verkehrssituation im Bereich der dortigen Bushaltestelle. Formal ist das Radfahren erst südlich davon erlaubt – darauf wird mittels Verkehrszeichen auch hingewiesen. Dennoch nutzen viele Radfahrer den separaten Weg parallel zur Fahrbahn schon ab der Fußgängerampel. Hier ist aber lediglich die Nutzung für Fußgänger erlaubt. Dies ist auch gemäß Straßenverkehrsordnung nicht anders machbar, da innerorts in Bereichen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für den Kraftfahrzeugverkehr keine parallel verlaufenden Radwege zulässig sind. Als Lösungsvorschlag wurde eingebracht, evtl. den Bordstein bei der Bushaltestelle zum Ende hin abzusenken, damit dann wenigstens dort ein Wechsel von der Fahrbahn auf den dortigen kombinierten Rad-/Fußweg möglich ist. Eine weitere Möglichkeit wäre, auf dem dortigen Grünstreifen eine kleine Fläche zu befestigen, damit man diese als direkten Überweg nutzen kann. Eine Verbesserung der Situation wird gemeinsam unter Einbeziehung des Ordnungsamts angestrebt.

Weiter ging es zum Kreisel. Einig war man sich darin, dass sich dieser mit den Lavendelbüschen an den Rändern sehr gut entwickelt hat - sowohl optisch als auch ökologisch. Aufgrund des Verbots von Steingärten kam man jedoch überein, dass insbesondere öffentliche Fläche als Vorbild vorangehen müssen – deswegen muss der komplette Kreisel geräumt werden. 25 Tonnen Granitgestein müssen ausgebaut werden. Der neue Kreisel wird dann mit 600 Stauden und 1.000 Blütenzwiebeln bepflanzt. Als Deckschicht wird Lavastein eingebracht, welcher für die Pflanzen optimale Wachstumsvoraussetzungen gewährleistet. Er speichert Wasser und verhindert das Austrocknen des Untergrunds. Was tun mit den alten Lavendelbüschen? Es wurde angeregt, diese kostenlos abzugeben, damit sie andernorts wieder eingepflanzt werden.

Vor Ort wurde von einer Bürgerin eingebracht, dass die Fahrradabstellmöglichkeiten vor der Bank und dem Bürgerbüro tagsüber nicht ausreichen. Als Lösung könnten am ersten PKW-Stellplatz Fahrradständer angebracht werden. Dies wurde von den Ortschaftsräten unterstützt. Andere Flächen stehen in unmittelbarer Nähe nicht zur Verfügung.

Im weiteren Verlauf machte man am Wasserrückhaltebecken neben der Berliner Allee 30 halt. Beim Umweltbeauftragten gingen Beschwerden ein, dass diese Flächen ungepflegt wären und man diese doch aufwerten könne. Wichtig anzumerken ist hierbei, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Grünfläche, sondern um ein technisches Bauwerk handelt. Dieses ist Teil des Entwässerungssystems im dortigen Wohngebiet. Insofern ist eine Umgestaltung nicht möglich – weswegen auch der Wunsch nach einem Fahrrad-Geländeparcours nicht entsprochen werden kann. Dennoch wurde der Pflegeaufwand erhöht, um einer Vermüllung und Wildwuchs vorzubeugen.

Dann ging es weiter zur Magedeburger Straße. Gemeinsam mit Frau Oberbürgermeisterin Petra Becker wurden hier städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten besprochen. Die Fläche parallel zur Kirschenallee bis zum Spielplatz soll vom Land Baden-Württemberg erworben werden. Hierzu mehr in der nächsten Stutenseewoche.

Viele Grüße

Lutz Schönthal

 

Tue Gutes …

Am Montag, 3. August ging es um 11 Uhr los: Im Restaurant „Die Krone“ in Friedrichstal, Rheinstraße Ost 48, drehte sich unter Anleitung von Döner-Experte und Gastwirt „Zaza“ Bilal Ergin der Spieß. Salat war vorbereitet und frische Brötchen gebacken, die Getränke gekühlt. So vorbereitet stand dem guten Zweck nichts mehr im Wege: Tafelkunden sowie Bewohnerinnen und Bewohner samt Personal des Julius-Itzel-Hauses der Caritas Bruchsal bekamen ein Gratis Döneressen mit Getränk. Zubereitet wurden die Speisen – natürlich unter Zaza’s fachmännischer Anleitung – von Heiko Hofheinz und Peter Fretz. Beide standen als Aktivposten und Sponsoren mit dem Waschpark&Autopflege Hardt und dem Autohaus Becker+Fretz hinter dem Tresen. Die Caritas Bruchsal – als Betreiber der Tafelläden – sowie das Restaurant „Die Krone“ waren als weitere Unterstützer und Sponsoren dabei.

Heiko Hofheinz hatte die Idee und nahm aus eigener Initiative Kontakt mit der Caritas auf; diese ist zuständig für die Tafelläden. Schnell war man sich einig und die gute Sache nahm ihren Lauf. Die Gäste ließen es sich schmecken und freuten sich über die tolle Aktion. Pünktlich um 12 Uhr wurde das Essen für das Julius-Itzel-Haus von der Caritas in Bruchsal abgeholt: 25 frisch zubereitete Döner samt Getränken. Schön, dass es sowas gibt und ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und die Sponsoren.

Viele Grüße

Lutz Schönthal