Mitteilungen des Ortsvorstehers Friedrichstal in der 27. Kalenderwoche 2020

Friedrichstal

Ortschaftsrat Friedrichstal tagte am 26. Juni erstmals wieder zu einer nicht öffentlichen Sitzung

Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die Ortschaftsratssitzungen im April und Mai nicht statt. Die anstehenden Haushaltsanmeldungen der Ortschaftsräte für das Jahr 2021 machten es jedoch erforderlich, dass sich das Gremium zur Beratung traf – dies jedoch Corona-bedingt in nicht öffentlicher Sitzung. Gast war Frau Oberbürgermeisterin Petra Becker, welche mit aktuellen Informationen die Diskussionen ergänzte.   

Im Rahmen der Haushaltsanmeldungen wurden die vom Ortschaftsrat als dringend erforderlich angesehenen Projekte dargestellt und diskutiert. Hier wurden grundsätzliche Erneuerungen bzw. Sanierungen der Gehwege und Ortsstraßen, insbesondere jedoch die Unterführung an der Eichendorffstraße nachdrücklich gefordert. Entsprechende Voruntersuchungen sind beim Dezernat 2 bereits geplant, je nach Ergebnis des Fachgutachters muss dann über die weiteren Maßnahmen entschieden werden. Deutlich wurde zum Ausdruck gebracht, dass die aktuelle Situation mit der teilweise losen Oberflächenbepflasterung insbesondere für Radfahrer gefährlich ist und regelmäßige Kontrollen durch den Bauhof erforderlich sind. Weiterhin wurde eine Befestigung des Grünabfallsammelplatzes eingebracht. Diese ist schon im Haushalt 2020 eingestellt in der Hoffnung, dass eine Realisierung erfolgt. Auch vor dem Hintergrund der ab 2021 angebotenen Bio-Müll Entsorgung ist eine Befestigung dringend erforderlich und sehr wahrscheinlich.

Am Waldfriedhof gilt es das gärtnergepflegte Gräberfeld zu erweitern. Diesbezüglich ist die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner in enger Absprache mit der Ortsverwaltung und dem Standesamt in der Planung. Eine Realisierung in 2020 ist angestrebt. Die Überplanung der Grünflächen des Waldfriedhofes sind aus ökologischer aber auch arbeitsökonomischer Sicht überfällig. Hierbei gilt es auch die Möglichkeit von Baumbestattungen einzuplanen. Dies soll im Gesamtkonzept „StadtGrün naturnah“ umgesetzt werden; Zeithorizont hierbei ist 2021/22. Bezüglich der ortsbildprägenden Gebäude Oskar-Hornung-Haus und Altes Rathaus wird ein Nutzungskonzept und Sanierungsplan für den historischen Ortskern gefordert. Orientiert am Nutzungserfordernis wird über die zukünftigen Maßnahmen zu entscheiden sein.

Als weitere Haushaltsanmeldungen wurde der Erwerb der Landesflächen südlich der Senioreneinrichtungen eingebracht, um hier städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern. Dieses Thema zieht sich leider in die Länge, OBin Becker berichtete jedoch davon, dass die Verhandlungen geführt und geforderte aktualisierte formale Voraussetzungen auf den Weg gebracht werden.   

Die Fortschreibung des Gewässerentwicklungsplans wird schon seit Jahrzehnten vom Ortschaftsrat gefordert. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass aufgrund der Niederlegung der Wehre z. B. bei der Friedrichstaler Mühle, eine Verbesserung bei der Verschlammung der Heglach eingetreten ist. Eine zufriedenstellende Hochwasservorsorge ist dadurch alleine jedoch nicht gewährleistet.    

Die schon mehrfach geforderte Klimatisierung des Bürgerbüros wurde bislang regelmäßig von Verwaltungsseite abgelehnt. Die Räume sind mit den wenigen zu öffnenden Fensterflächen nicht für eine Durchlüftung geeignet. Von Seiten des Bauträgers war eine Klimaanlage standardmäßig vorgesehen, sie wurde jedoch aus Kostengründen nicht eingebaut.

Zur innerörtlichen Aufwertung und Steigerung der historischen Erinnerungskultur wurden mehrere Bereiche beraten: Die Anbringung von historischen Erinnerungstafeln im alten Ortskern, der Druck des Ortssippenbuches von Hr. Walter Scheidle, die Veröffentlichung des Buches "Der 2. Weltkrieg - wie's bei uns war in Friedrichstal" von Günther Hornung sowie die historische und ökologische Aufwertung der Fläche am Alten Friedhof in der Parkstraße-Ost.

Klar ist, dass die zahlreichen Maßnahmen neben dem erforderlichen Arbeitsaufwand in der Verwaltung, von externen Büros und Ehrenamtlichen auch die Bereitstellung der Finanzmittel erfordert. Wie sich die kommunale Haushaltslage in den nächsten Jahren entwickelt ist schwer zu prognostizieren. Dennoch waren sich alle einig, die Haushaltsanmeldungen in diesem Umfang zu beantragen, weswegen die Vorlage einstimmig verabschiedet wurde. Die Anmeldungen werden verwaltungsseitig zusammengefasst, geprüft und dann im 4. Quartal 2020 dem Gemeinderat zur Entscheidung über den Haushalt 2021 vorgelegt.

Auf geht´s – machen Sie beim Stadtradeln mit!

Seit letztem Sonntag läuft die Aktion Stadtradeln, bei der sich Stutensee auch dieses Jahr wieder beteiligt. Wir sind mit dabei: Am Sonntag die erste Tour über Schloss Stutensee nach Blankenloch. Macht Spaß, ist gesund und gut für die Umwelt. Sie können immer noch einsteigen, also los geht´s!

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Schönthal

- Ortsvorsteher -