Mitteilungen des Ortsvorstehers Staffort in der 31. Kalenderwoche 2020

Staffort

Schöne Ferien und einen erholsamen Urlaub…

wünschen Ihnen Ihre Ortschaftsräte/Innen sowie der Unterzeichner. Sollten Sie eine Urlaubsreise antreten, wünschen wir gute Erholung und vor allen Dingen eine gesunde und unfallfreie Rückkehr nach Hause. Diejenigen von uns, die ihren Urlaub und die Ferien zuhause verbringen werden, sollen sich natürlich ebenfalls bei angemessenen Temperaturen gut erholen. Bei allen Ferienzielen und Aktivitäten sollten wir aber konsequent alle empfohlenen Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion oder deren Weiterverbreitung, einhalten!

Die einzig richtige Entscheidung: Weiterhin die notwendige Waldbewirtschaftung!  

Mit circa 170 Hektar macht der Stadtwald auf Stafforter Gemarkung deutlich den größten Anteil des gesamten städtischen Waldbestandes aus. Dieser umfasst insgesamt 224 Hektar und besteht zum ganz großen Teil aus Laubbäumen. Anhaltende Hitzeperioden, fehlende Niederschläge, Absenkung des Grundwasserspiegels und etliche Baumkrankheiten schädigen auch unseren Stadtwald seit Jahren in einem verheerenden Ausmaß. Maikäfer und Konsorten erledigen den Rest und die Verkehrssicherungspflicht, insbesondere entlang der Autobahn A5 und der sonstigen Straßen und Wege durfte auch nicht vernachlässigt werden!  

Dies alles hat enorme Auswirkungen auf die Waldökosysteme. Bereits vor vielen Jahren hat der Gemeinderat auf Empfehlung der Forstfachleute beschlossen, von circa 170 Hektar auf der Stafforter Gemarkung einen erheblichen Teil als „Schonwald“ zu klassifizieren. Dies bedeutet, dass in mehreren Abteilungen nur die allernotwendigsten Maßnahmen vollzogen werden. Die massiven Schädigungen machten es zwingend notwendig – auch zum Schutz des (noch) gesunden Bestandes -  die erkrankten Bäume vorzeitig zu ernten. Diese zwingende Notwendigkeit stellt sich jedoch nachweislich dermaßen dar, dass sich trotzdem der vollzogene Einschlag deutlich unter der Nachhaltigkeitsgrenze bewegt. Unsere Förster haben diesbezüglich immer sehr konsequent und vorausschauend gehandelt und zum Beispiel Fördergelder der Europäischen Union (EU) und des Landes beantragt, um zur Entlastung des städtischen Haushaltes eine enorme Anzahl an Neupflanzungen vornehmen zu können. Allein in diesem Jahr wurden bereits 3.500 Eichen und 500 Hainbuchen nachgepflanzt und in den Vorjahren zigtausende. Unser Stadtwald wird seit Jahrzehnten durch unsere Förster und ihrem Personal bestens umsorgt und so muss es auch ohne, wenn auch nur eine temporäre Unterbrechung, künftig weitergehen!

Die Wälder zählen in vielerlei Richtung neben unserer Feldflur und unseren Gewässern zu dem Wertvollsten, das wir haben. Demnach benötigt  unser Stadtwald gerade bei den derzeitigen enormen Problemen die lückenlose, permanente und fachliche Betreuung. Dies experimentell zu riskieren, könnte ganz schnell ganz fatale Folgen haben! Von daher bin ich sehr froh, dass eine deutliche Mehrheit des Gemeinderates am Montag vergangener Woche den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne ablehnte, die Bewirtschaftung unseres Waldes für zunächst zwei Jahre einzustellen. Im Übrigen zur Klarstellung: ForstBW ist nicht für den Stadtwald Stutensee zuständig und war es noch nie, denn ForstBW trägt ausschließlich für die Bewirtschaftung des Staatswaldes in Baden-Württemberg die Verantwortung! Ein Widerspruch aber bleibt, der ebenfalls im Zusammenhang mit der Forderung der Grünen steht: Einerseits sollen künftig kommunale Gebäude ausschließlich aus Holz gefertigt werden, andererseits sollte die Holzernte in unseren Wäldern (zunächst temporär) gestoppt werden. Die Holzhändler in Osteuropa und Übersee  lassen grüßen!  

Zum wiederholten Mal: Regelmäßig Verstöße gegen die Baggerseevorordnung sind nicht hinnehmbar!

Zum einen ist immer wieder festzustellen, dass sich Personen unerlaubterweise in den eindeutig gekennzeichneten Fischereizonen aufhalten. Zum anderen das Stichwort „Baggerseeverordnung“: Mit eindeutigen Festlegungen werden hierin Verbote und Zulässigkeiten definiert. Diese dienen nicht nur dem Schutz dieses Landschaftsschutzgebietes, sondern sie regeln auch die Ansprüche und Interessen der einzelnen Nutzer. Verstöße hiergegen sind jedenfalls nicht hinnehmbar. Demnach ist es auch untersagt, Tiere „zum Bade zu führen“. Im Übrigen ist unakzeptabel, wenn Mitglieder des Vereins für Fischerei und Gewässerschutz, die sich genehmigter Weise am See aufhalten, von „Badegästen“ noch beschimpft werden. Es ist durchaus verständlich, dass man nun nach den zurückliegenden Wochen mit den vielen Einschränkungen Abwechslung im Freien sucht. Dies muss allerdings absolut konform gehen mit den bestehenden Verordnungen und Erlassen!

Wieder Papiersammlungen in Staffort!

Sehr gerne weise ich nochmals darauf hin, dass im weiteren Verlauf dieses Jahres wieder Papiersammlungen durchgeführt werden! Die erste Sammlung in Staffort findet am Samstag, 15. August 2020, statt.

Nachfolgend eine Information, um deren Beachtung ich bitte:

Im August wieder Ortsvorsteher-Sprechstunden

Aufgrund von weiteren Veränderungen der Corona-Verordnung können wieder Sprechstunden durchgeführt werden. Diese Möglichkeit wird ab August unter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen wie folgt genutzt: Sprechstunden zunächst jeweils donnerstags von 17.00-18.00 Uhr im Dienstzimmer in der Verwaltungsstelle. Um Voranmeldung über das BürgerBüro (Tel.: 07249 952023) wird gebeten.  Die Sprechstunden entfallen noch im Juli. Sie können mich aber jederzeit anschreiben unter ludwig-wilhelm.heidt@stutensee.de oder telefonisch erreichen unter Tel.: 07249 1456. Dieses Angebot wurde in den vergangenen Wochen regelmäßig genutzt und etliche Themen konnten kommuniziert und bei Problemen auch Lösungen gesucht werden. 

Ich wünsche, wie in den vergangenen Wochen, eine robuste Gesundheit! Halten wir weiterhin gemeinsam die aktuellen Vorschriften ein!

Ihr/ Euer Ludwig-W. Heidt, Ortsvorsteher