Jugend wird am kommunalen Geschehen beteiligt

Kinder & Jugendliche

Vor wenigen Tagen fand das erste Jugendforum Stutensee in der Festhalle im Stadtteil Blankenloch statt.

Oberbürgermeister Klaus Demal im Dialog mit Jugendlichen beim ersten Jugendforum Stutensee.

Rund 100 Jugendliche nahmen dabei die Möglichkeit wahr, sich mit diesem Auftakt aktiv ins kommunale Geschehen miteinzubringen.

In den einzelnen Arbeitsgruppen brachten sich die Kinder und Jugendlichen mit zahlreichen Ideen und Vorschlägen ein und erarbeiteten die Grundlagen, wie künftig Jugendbeteiligung in Stutensee konzipiert werden soll.

Im Anschluss an die Grundlagen erarbeitende Gruppenphase stellten die einzelnen Arbeitsgruppen Ihre Ergebnisse dem Plenum vor.

Rund 100 Jugendliche nahmen dabei die Möglichkeit wahr, sich mit diesem Auftakt aktiv ins kommunale Geschehen miteinzubringen.

Das Forum ist dabei fester Bestandteil des vom Gemeinderat einstimmig verabschiedeten Konzepts zur verstärkten Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Stutensee. Die Stadt Stutensee folgt dabei auch der hinsichtlich der Jugendpartizipation reformierten Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Das Gesetz sieht dabei eine Beteiligung der Jugend bei Planungen und Vorhaben, die deren Interessen tangieren, verbindlich vor. „In welcher Form dies geschehen soll,  ist vom Gesetzgeber jedoch nicht definiert“ erklärt die zuständige Sachgebietsleiterin Julia Peidelstein. Das erste Jugendforum Stutensee folgte auf eine im Herbst 2017 bei Kindern und Jugendlichen durchgeführte Online-Umfrage und soll als Wegweiser fungieren, wie Jugendbeteiligung in Stutensee künftig aussehen soll.

Zu diesem Zweck teilten sich die Jugendlichen altersdurchmischt in sechs verschiedene Themengruppen auf, in denen die Grundlagen der Jugendbeteiligung in Stutensee erarbeitet werden sollten. Im Folgenden gestalteten die Jugendlichen ihre Ideen und Vorschläge hinsichtlich allgemein möglicher Beteiligungsformen, Kommunikationswege und Öffentlichkeitsarbeit sowie zu den konkreten Beteiligungsformen, die von der Stadt oder von den Jugendlichen ausgehen können. Des Weiteren befasste sich eine Arbeitsgruppe auch speziell mit dem Aspekt, wie Stutensee derzeit von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen wird. Die Themen der Workshops ergeben sich dabei überwiegend aus den Teilergebnissen der Online-Umfrage.

Im Anschluss an die Grundlagen erarbeitende Gruppenphase stellten die einzelnen Arbeitsgruppen Ihre Ergebnisse dem Plenum vor. Ideen wurden reichlich eingebracht. So wünschten sich beispielsweise viele Jugendliche die Eröffnung eines Fast-Food Restaurants unweit des Stutensee-Bads, andere plädierten für eine BMX-Bahn oder einen Skaterplatz. Aber auch viele bereits bestehende Angebote, wie beispielsweise das des Jugendzentrums „GrauBau“, die regen Vereinsangebote oder die gute Öffentliche Nahverkehrsanbindung durch Bus und Bahn wurden gelobt, beziehungsweise deren weiterer Ausbau angeregt. Hinsichtlich konkreter Beteiligungsformen fanden sowohl die offene Form, wie aktuell im Rahmen des Jugendforums praktiziert, als auch projektbezogene oder parlamentarische Jugendbeteiligung großen Zuspruch. „Uns war es wichtig, anhand der unterschiedlichen Partizipationsmöglichkeiten und auf Basis der eingebrachten Anregungen eine auf die individuellen Ziele und Bedürfnisse angepasste Jugendbeteiligung für Stutensee gemeinsam mit allen interessierten Kindern und Jugendlichen zu entwickeln“, so Bürgermeister Edgar Geißler. Die Wünsche zu den genannten Beteiligungsformen deckten sich dabei großenteils mit den bisherigen Überlegungen des Gemeinderats und der Verwaltung.

Für die mögliche Realisierung der einzelnen Wünsche und Ideen wurden diese zum Schluss von allen Teilnehmern nach Priorität und Machbarkeit bepunktet. In einem internen Prozess sollen nun die Ergebnisse und Ideen der Jugendlichen auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Auf dieser Basis werden die Vorschläge beim nächsten Jugendforum konkretisiert und an deren zukünftiger Umsetzung gearbeitet. Oberbürgermeister Klaus Demal, Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger und Bürgermeister Edgar Geißler sowie Vertreter des Gemeinderats zeigten sich beim Jugendforum offen für die Vorschläge der Kinder und Jugendlichen. Oberbürgermeister Klaus Demal lobte den „kreativen Dialog“ mit den Jugendlichen. Nun gelte es, gemeinsam an den eingebrachten Ideen und Vorschlägen und deren Realisierung zu arbeiten. Hierfür habe man mit dem ersten Jugendforum bereits wichtige erste Ansätze geschaffen, so Demal.