Natur in Stutensee

Die Belange des Umwelt- und Naturschutzes haben in Stutensee eine hohe Priorität. Hierfür wurde die Stabsstelle Umwelt eingerichtet, welche unter anderem folgende Aufgaben wahrnimmt:

Umweltschutzmaßnahmen, Unterhaltung von öffentlichen Natur -und Landschaftsflächen, Biotopverbundplanung, Vernetzung- und Pflege, Teilnahme an Landesförderprogrammen, Erstellung von städtischen Förderprogrammen, Pflege von Streuobstbeständen und Durchführung von Aktionen und Veranstaltungen.

Mitmachen ist Ehrensache und die Natur brauch ihr Engagement. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten sich im Rahmen des ehrenamtlichen Naturschutzes zu beteiligen.

Korksammelwettbewerb

Korksammelwettbewerb „Korken für Kork“ am 14.10 in Stutensee

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises  Karlsruhe hat den Stichtag für den diesjährigen Korksammelwettbewerb  für Kinder- und Jugendgruppen auf Samstag, den 16. Oktober 2021 festgelegt. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche für das Thema Abfallvermeidung und –verwertung  am Beispiel „Korken“ zu sensibilisieren. Gesammelt werden ausschließlich Flaschenverschlüsse aus Natur-oder Presskork für die Weiterverarbeitung zu Korkplatten.

Andere Korkprodukte oder Kunststoffkorken können nicht angenommen werden. Selbstverständlich unterstützt die Stadt Stutensee diese Aktion und richtet am Donnerstag, den 14. Oktober 2021 zwischen 10.00 – 12.00 Uhr eine Abgabestelle für die gesammelten Korken im  Bauhof in Blankenloch,  Hasenäckerweg 7 ein. Die nach der geltenden Corona-Verordnung  bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln sind einzuhalten. Weitere Infos erhalten Sie unter Tel.Nr.:  07244/969278

Behörden und Ansprechpartner für Natur- und Landschaftsschutz

Landratsamt -Amt für Umwelt und- Arbeitschutz-
Beiertheimer Allee 2
76137 Karlsruhe
Telefon: 0721/ 936-86710
umweltamt@landratsamt-karlsruhe.de

Landratsamt- Untere Naturschutzbehörde-

Beiertheimer Alle 2
76137 Karlsruhe
Telefon: 0721/ 936-86790
naturschutz@landratsamt-karlsruhe.de

Regierungspräsidium Karlsruhe

Referat 56 (Naturschutz und Landschaftspflege)
Kriegsstraße 5a
76247 Karlsruhe
Telefon: 0721/ 926-4351
www.rp-karlsruhe.de

Landesnaturschutzverband (LNV)

Olgastraße 19
70182 Stuttgart
Telefon: 0711/ 248955-0
www.lnv-bw.de

Gewässerdirektion Nördlicher Oberrhein

Bereich Karlsruhe
Ruschgraben 139
76139 Karlsruhe
Telefon:0721 /62 62-0

Umwelt-und Energieagentur Kreis Karlsruhe
Pforzheimer Straße 80-84
75015 Bretten
Telefon:07252/ 583798-0
www.energieagentur-kreiska.de

Städtische Förderprogramme und Zuschussmöglichkeiten

Zuschuss Häcksler/Kompostlege

Die Stadt Stutensee unterstützt schon seit längerer Zeit die Eigenkompostierung. Hierfür erhalten Sie nach Antragstellung und Vorlage der Rechnung einmalig einen Zuschuss für die Anschaffung von entweder einer Kompostlege, eines Thermokomposters, oder eines  Häckslers. Dieser beträgt für die Kompostlege 11 Euro, für einen Thermokomposters 18 Euro und für die Anschaffung eines Häckslers 36 Euro.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gerda Erkert unter der Tel. 07244-969-278 oder  senden sie eine E-Mail an gerda.erkert@stutensee.de

Baum-und Strauchprogramm

Die Stadt Stutensee bietet jährlich, in der Regel zweimal pro Jahr, im Frühjahr (Februar/März) und Herbst (Oktober/November) ein Baum- und Strauchprogramm für die Stutenseer Bevölkerung an. Dabei können sich alle Einwohner aus Stutensee aus einer Liste (siehe Bestellcoupon), Bäume- und Sträucher zu einem verbilligten Preis erwerben. Mit dieser Aktion möchten wir einen Beitrag zur Steigerung der Artenvielfalt auch im Privatbereich fördern. Die Termine und Formulare werden rechtzeitig auf der Homepage unter der Rubrik aktuelles und in der Stutenseewoche veröffentlicht.

BlühFlur Stutensee

Plakat vom Stutenseer Förderprogramm "BlühFlur"

Die Stabsstelle Umwelt hat auf Wunsch des runden Tisches Naturschutz -und Landwirtschaft ein städtisches Förderprogramm mit der Bezeichnung „BlühFlur Stutensee“ ausgearbeitet. Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung des Lebensraumes und der Nahrungsgrundlage für die heimische Fauna. Es werden zusätzliche Deckungs- und Rückzugsmöglichkeiten für Offenlandarten, wie zum Beispiel Feldvögel, in der Agrarlandschaft geschaffen. Außerdem wird durch Auswahl der Blühmischungen das Nahrungsangebot für einheimische Insekten, wie zum Beispiel Wildbienenarten, erweitert. Es sollen rund 30 ha Blühflächen auf Stutenseer Gemarkung gefördert werden. Ergänzend beinhaltet dies im Landkreis Karlsruhe bisher einmalige Programm auch die Schaffung eines geförderten Lerchenfensters.
Weitere Infos können Sie den angefügten Richtlinien können entnehmen.
Das städtische Förderprogramm soll zunächst für die kommenden Haushaltsjahre 2021-2024 auferlegt werden. Jährlich sind 25.000,00 EUR im Haushalt eingestellt. Die Stabsstelle Umwelt wird die Wirksamkeit der Maßnahmen prüfen und bewerten. Danach wird der Gemeinderat über einen weiteren Förderzeitraum neu beraten und entscheiden. Der AUT und der Gemeinderat haben das Programm im Dezember 2020 einstimmig beschlossen.

Teilnahme der Stadt Stutensee an Förderprogrammen und Wettbewerben

Natur nah dran

Natur nah dran ist ein Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt im Siedlungsraum. Von 2016 bis 2021 unterstützt der NABU jährlich mindestens zehn Kommunen bei der Umwandlung von jeweils bis zu fünf Flächen in artenreiche Wildblumenwiesen oder blühende Wildstaudensäume. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.
Für das Jahr 2017 hatten sich 69 Kommen für Fördermittel beworben. Die Stadt Stutensee war eine von 10 geförderten Kommunen in dieser Förderperiode des Landes Baden-Württemberg. 5 Projektflächen wurden in den Stadteilen Blankenloch und Büchig ausgewählt.

P&R Blankenloch Nord
P&R Blankenloch Nord
Tolna Platz
Tolna Platz
Ortseingang Büchig
Ortseingang Büchig
Flächen beim "Alten Friedhof" Büchig
Flächen beim „Alten Friedhof" Büchig

Labeling Verfahren „StadtGrün naturnah"

„StadtGrün naturnah“ ist ein Zertifikat, das kommunales Engagement für naturnahes StadtGrün auf innerstädtischen Grünflächen auszeichnet.

Zertifizierer ist der Verein „Kommunen für biologische Vielfalt eV“.
Gefördert wird der Prozess im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz.

Weiterführende Informationen unter :

www.stadtgruen-naturnah.de

Handlungsfelder

Das Label „StadtGrün naturnah“ unterstützt bei der naturnahen Gestaltung und Pflege öffentlicher Grünflächen. Honoriert wird kommunales Engagement in den folgenden Handlungsfeldern:

•    Grünflächenunterhaltung
•    Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern
•    Planung und Zielsetzung

Der Ablauf

Das Labeling-Verfahren ist als mehrstufiger Prozess über zwölf Monate konzipiert. Neben der Kommunalverwaltung wurden im Rahmen einer lokalen Arbeitsgruppe (LAG) lokale Naturschutzverbände, wie der BUND und der NABU und die Stutenseer Agenda Gruppe beteiligt. Zu Beginn des Verfahrens wurden die örtlichen Ausgangsbedingungen in einer Bestandserfassung zusammengefasst. In der zweiten Phase wurde darauf aufbauend ein Maßnahmenplan mit den geplanten Aktivitäten zur naturnahen Entwicklung der innerstädtischen Grünflächen entwickelt. Bestandserfassung und Maßnahmenplan dienen als Bewertungsgrundlage für die Label-Vergabe und werden zu einer Grünflächenstrategie zusammengefasst. Die Grünflächenstrategie wurde am 15.03.2021vom Gemeinderat als zukünftige kommunale Leitlinie und Handlungsgrundlage bei der innerstädtischen Grünflächenunterhaltung verabschiedet.

Die Vergabe

Das Label wird in drei Qualitätsstufen (Gold, Silber und Bronze) vergeben. Die Verleihung erfolgt im Rahmen eines bundesweiten Fachkongresses. Es ist für jeweils drei Jahre gültig und kann durch eine Rezertifizierung erneuert werden.

Ablauf des Labeling-Prozesses in Stutensee

Kreisumweltschutzpreis

Die Stadt Stutensee wurde 2018 mit dem Kreisumweltschutzpreis bezüglich der „Naturnahen Grünflächengestaltung im Siedlungsbereich“ ausgezeichnet.

Goldene Wildbiene

Die Stadt Stutensee wurde 2019 für ihr Engagement bezüglich des Wildbienen- und Insektenschutzes im Rahmen des Landeswettbewerbs „Blühende Verkehrsinseln“ mit der „Goldenen Wildbiene“ prämiert. Vor diesem Hintergrund wurden zuletzt mehrere Bestandsrasenflächen an den Stadtteileinfahrten und mehrere geschotterterte Verkehrskreisel in Stutensee insektenfreundlich umgestaltet:


Das Stutenseer Konzept überzeugte die Fachjury, die sich aus Vertretern des Verkehrsministeriums, des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, des BUND und des NABU Baden-Württemberg sowie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zusammensetzte. Honoriert wurden dabei insbesondere die fachliche Expertise des zugrundeliegenden Insektenschutzkonzeptes sowie die verwendeten Saatgutmischungen und Staudenmischpflanzungen. Stutensee sei, so die Fachjuroren, mit der landesweiten Auszeichnung ein Leuchtturmbeispiel für aktiven Insektenschutz in ganz Baden-Württemberg. Wildbienen, Schmetterlinge und Co. finden in den angelegten gebietsheimischen Pflanzen wichtigen Nektar und einen Nistplatz.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit im Sinne des Artenschutzes landesweit ausgezeichnet wird“, erklärt Oberbürgermeisterin Petra Becker.  Der Erhalt der biologischen Vielfalt sei eines der drängendsten Themen unserer Zeit. „Unser Engagement zeigt, dass jeder etwas beitragen kann“, so die Oberbürgermeisterin.

Förderung von Streuobstwiesenbeständen durch Land-BW

Die Stadt Stutensee hat sich Mitte 2020 um eine Förderung des Landes Baden-Württemberg für die Pflege von stadteigenen Streuobstwiesen auf der Gemarkung Blankenloch beworben. Mitte Januar 2021 kam nun der Förderbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Das Förderprogramm hat einen Umfang von 112 Stück, teilweise sehr alten Hochstamm Obstbäumen. Insgesamt läuft das Förderprogramm über 5 Jahre. Innerhalb dieser fünf Jahre miss jeder Bäume 2-Mal fachgerecht geschnitten werden.
An dieser Stelle möchten wir auch erwähnen, dass der Obst- und Gartenbauverein Staffort dieses Programm zur Pflege von Streuobstbäumen im Gewann Bruch, bereits in der letzten Förderperiode, in Eigenregie erfolgreich umgesetzt hat.

Naturdenkmale in Stutensee

Seit dem 01.01.2015 ist die Stadt Stutensee im Zuge der Verwaltungsreform Baden-Württemberg für die Naturdenkmale nach § 24 NSchG zuständig, d.h. auch für den Vollzug der jeweiligen Rechtsverordnung. Darunter fallen z.B. auch Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege der Naturdenkmale, um den einzelnen Schutzzweck aufrechterhalten zu können. Naturdenkmale werden in flächenhafte Naturdenkmale und Einzel-Naturdenkmale unterteilt

Liste Naturdenkmale Gemarkung Stutensee

- Flächenhafte Naturdenkmale

  •     Bunkerruine auf dem Sohlweg
  •     Feldholzinsel beim Egelsee
  •     Feldholzinsel im Steinsohl

- Einzelnatur-Denkmale

  •     Friedenslinde, Friedrichstal
  •     Großherzog-Friedrich-Jubiläums-Eiche, Friedrichstal
  •     2 Linden bei der Kirche, Staffort
  •     1 Eiche beim Baggersee Staffort
  •     Harfenbuche im Hardtwald
  •     4 Hainbuchen, 5 Rotbuchen, 2 Eichen bei Hardtwalddünen
  •     44 Eichen beim Schloss Stutense

Unter dem folgenden Link der LUBW finden Sie die Stutenseer Naturdenkmale grafisch dargestellt.

Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Natura 2000 Gebiete

 Die Zuständigkeit der Natur-und Landschaftsschutzgebiete sowie der Natura 2000 Gebiete liegen bei der oberen und der unteren Naturschutzbehörde.

Naturschutzgebiete

Gemäß § 23 Abs. 1 BNatSchG sind Naturschutzgebiete (NSG) "rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten,
  2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
  3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit erforderlich ist."

Ihre Ausweisung erfolgt in der Regel durch die Höheren Naturschutzbehörden bei den Regierungspräsidien. Diese Stelle ist auch verantwortlich für eine fachgerechte Pflege dieser Gebiete. Aus raumordnerischer Sicht kommt dem Naturschutz in diesen Gebieten eine Vorrangfunktion zu. Sie bilden neben den Nationalparken bedeutsame Flächen zur Erhaltung der Biodiversität in Deutschland.

-       Ausgewiesenes Naturschutzgebiet auf Gemarkung Stutensee:

  •   Naturschutzgebiet Wilhelmsäcker (Größe: 272.709 m²)

Landschaftsschutzgebiete

Landschaftsschutzgebiete (LSG) sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen nach § 26 Abs. 1 BNatSchG "ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist.

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  2. wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder
  3. wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung."

Die Ausweisung dieser Gebiete erfolgt im Rahmen einer Verordnung durch die „Untere Naturschutzbehörde“. Diese ist auch zuständig für die Überwachung der Schutzgebietsverordnung und muss entsprechende Verstöße ahnden.

-       Ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete auf Gemarkung Stutensee:

  •   Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsäcker (Fläche: 256.158 m²)
  •   Landschaftsschutzgebiet Heglachaue (Fläche: 1.150.104 m²)
  •   Landschaftsschutzgebiet Blankenlocher Wiesen (Fläche: 1.276.955 m²)

Natura 2000

Natura 2000" steht für ein europäisches Netz aus zusammenhängenden Schutzgebieten, welches zum Schutz der einheimischen Natur in Europa aufgebaut werden soll.

Welche Gebiete für dieses Netz geeignet sind, bestimmen 2 gesetzliche Richtlinien: die Fauna-Flora-Habitat Richtlinie (FFH-Richtlinie, vom 21. Mai 1992, 92/43/EWG) und die Vogelschutzrichtlinie (vom 2. April 1979, 79/409/EWG). In diesen Richtlinien werden Arten und Lebensraumtypen genannt, welche besonders schützenswert sind und für die ein Schutzgebietsnetz aufgebaut werden soll.

Die Bundesländer stellen Listen von Schutzgebieten - die FFH-Gebiete - zusammen. Die Flächen sollen primär unter dem Kriterium des Arten- und Habitats Schutzes zusammengestellt werden und umfassen auch schon bestehende Schutzgebiete nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).

FFH Gebiete sind also Gebiete, die für das Schutzgebietssystem "Natura 2000" ausgewählt wurden.

Quelle: FFH Gebiete

Siebenschläfer in einem Nistkasten
Siebenschläfer in einem Nistkasten
Bildausschnitt LSG Blankenlocher Wiesen auf Höhe Steinweg, Blankenloch
Bildausschnitt LSG Blankenlocher Wiesen auf Höhe Steinweg, Blankenloch

Regelmäßige Veranstaltungen

Tag der offenen Gärten und Höfe

Die Veranstaltung „Tag der offenen Gärten und Höfe“ findet in der Regel alle 2 Jahre an einem Wochenende im Frühsommer statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass Garten- und Hofbesitzer ihre Gärten und Höfe für Gleichgesinnte und Interessierte zur Besichtigung öffnen. In diesem Rahmen bietet sich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich über die großen und kleinen „Gartengeheimnisse“ auszutauschen. Es ist für Besucherinnen und Besucher immer wieder erstaunlich und verblüffend, welche Fülle an Ideenreichtum, Fachwissen und Kreativität sich hinter ansonsten verschlossenen Toren und Türen verbirgt.


Dabei gibt es immer eine Große Vielzahl an unterschiedlichen Gärten zu bestaunen. Egal ob es sich um einen Zier-, Gemüse-, Obst-, Themen- oder Naturgarten handelt, jeder Garten zeugt von der Intention seiner Bewirtschafter und ist es „wert“, präsentiert zu werden.


Seit dem Jahr 2018 nehmen auch landwirtschaftliche Betriebe aus Stutensee an der Veranstaltung teil, um sich und ihre regionalen Erzeugnisse der Bevölkerung vorzustellen.


Daneben gibt es weitere Aktionen rund um das Thema Natur- und Umwelt an diesem Wochenende

Eröffnungsveranstaltung „Tag der Offenen Gärten und Höfe", Juni 2018
Eröffnungsveranstaltung "Tag der Offenen Gärten und Höfe", Juni 2018

Stadtputzete

Bei der alljährlich stattfindenden Stadtputzete engagieren sich zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger, um in einer gemeinsamen Aktion ihre Stadt von Abfällen und Unrat zu säubern. Man staunt immer wieder, wie viele Säcke Müll da zusammenkommen. Gedankenlos weggeworfene Abfälle verschandeln nicht nur die Landschaft, sie beeinträchtigen in freier Flur lebende Tiere, stellen manchmal auch Gefahren dar und müssen letztlich auf Kosten der Allgemeinheit beseitigt werden.

Jedes Jahr sind alle Vereine, Schulen, Kindergärten, Vereinigungen und Organisationen in Stutensee zur Teilnahme eingeladen. Aber auch Hausgemeinschaften, „Nachbarschaftsverbände“, Familien und Einzelpersonen sind herzlich willkommen. Für Blankenloch und Büchig wird die Putzete von der Stadtverwaltung, für die anderen Stadtteile von den Ortsverwaltungen organisiert.

Volle Säcke können am Aktionstag beim Bauhof in Blankenloch oder an den dafür vorgesehenen Stellen in den Stadtteilen. abgegeben werden. Nach der Aktion gibt es als „Lohn der Arbeit“ ein kleines Vesper. Es lohnt sich durchaus, unsere schöne Stutenseer Natur von Müll und Unrat zu befreien.

Runder Tisch Landwirtschaft und Naturschutz

Der Runde Tisch „Landwirtschaft -und Naturschutz“ ist ein von der Stadtverwaltung initiierter Arbeitskreis der 1-mal pro Jahr zusammenkommt und sich mit aktuellen Themen des Naturschutzes im Außenbereich auseinandersetzt. Neben den entsprechenden Teilnehmern aus der Verwaltung werden die örtlichen Landwirte und Vertreter des ehrenamtlichen Naturschutzes wie die Agende Gruppe, die BUND Ortsgruppe und Vertreter des NABU aus Stutensee, sowie die Jagdpächter eingeladen. Das Ende 2020 vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Projekt BlühFlur zur Stärkung der Artenvielfalt in der Feldflur wurde von den Teilnehmern des „Runden Tisches“ maßgeblich mit unterstützt.

Ehrenamtlicher Naturschutz

In Stutensee gibt es viele Verbände und Vereine, welche sich dem ehrenamtlichen Naturschutz verschrieben haben. Mitmachen ist Ehrensache und die Natur braucht ihr Engagement.
Informieren Sie sich über die Möglichkeiten, sich im Rahmen des ehrenamtlichen Naturschutzes zu beteiligen.
Anlaufstelle für Interessierte ist die Stutenseer Agenda Gruppe „Natur- und Umwelt"; Kontaktaufnahme über Herrn Dr. Karl Mittag, Tel. 07249/7230, Mail: nest.stutensee@gmx.de.


Tipps und Tricks für einen naturnahen Garten

Immer wieder erreichen uns Anfragen zur Anlage von naturnahen Gärtehn.

Wildbienen brauchen heimische Wildpflanzen und abwechslungsreiche Landschaften, um zu überleben. Die Stadt Stutensee hilft diesen Insekten mit naturnahen Blühflächen. Mit folgenden Tipps und etwas Glück summt und brummt es auch bald in Ihrem Garten.

Heimische Pflanzen verwenden

In Baden-Württemberg leben rund 460 Wildbienen-Arten, die sich über viele Jahrtausende auf die bei uns heimischen Pflanzen spezialisiert haben. Mit gebietsfremden Arten und exotischen Zuchtformen können Insekten wenig anfangen.

Nutzen Sie unsere, im Anschluss angefügte einheimische Pflanzenliste.

Blüte von Frühjahr bis Herbst

Von den ersten Holz- und Sandbienen im Frühjahr bis zur Efeu-Seidenbiene im September sammeln die Wildbienenarten jeweils zu ganz bestimmten Zeitpunkten Pollen und Nektar. Deshalb ist es wichtig, dass im Garten stets etwas für die verschiedenen Arten blüht – vom Winterling im Februar, dem Buschwindröschen im März und April über die Gewöhnliche Nachtviole von Mai bis Juli bis zur Berg-Aster von August bis Oktober. Die meisten Wildpflanzen überstehen den Winter übrigens problemlos und erfreuen jedes Jahr aufs Neue mit Ihrer Blüte.

Wildbienen mögen’s ungefüllt und pestizidfrei

Viele Pflanzen im Baumarkt oder der Gärtnerei haben gefüllte Blüten ohne Staubblätter. Dadurch sind sie besonders bunt, aber Bienen und Hummeln finden hier weder Pollen noch Nektar. In den Einkaufswagen sollten deshalb wenn möglich insektenfreundliche Wildpflanzen mit ungefüllten Blüten. Außerdem können Sie ihren Garten abwechslungsreich mit einer insektenfreundlichen Staudenmischpflanzung bereichern. Informationen zur Insektenfreundlichkeit der jeweiligen Stauden finden Sie in jeder gut geführten Baumschule und Staudengärtnerei.

Saatgut und Pflanzen sollten außerdem biologisch angebaut sein, denn Pestizide sind eine Bedrohung für Insekten. Das gilt natürlich auch für die Pflege im eigenen Garten. Ein naturnaher Garten reguliert sich selbst und kommt ohne Gift aus, Insekten wie Marienkäfer oder Florfliege halten als Nützlinge sogar Blattläuse in Schach. Wer einen Obstbaum im Garten hat, freut sich über bestäubende Erdhummeln und Gehörnte Mauerbienen, die bereits im zeitigen Frühjahr unterwegs sind. 

Wildblumenwiese als Insektenbuffet anlegen

Suchen Sie im Internet Bezugsquellen für „regionale und giftfreie zertifizierte Wildsaatgut Mischungen“ , welche optimale Bedingungen für die Ansaat in einem naturnahen Gartens bieten. Leider dürfen wir Ihnen an dieser Stelle keine Empfehlungen aussprechen. 

Liste mit einheimischen Bäumen, Sträuchern, Heckenpflanzen, Wildrosen und Pflanzen für die Verwendung in der Küche:

Sträucher mit Früchten:

 1. Gemeine Felsenbirne (1-4 m hoch / 2-4 m breit)

 2. Gemeine Berberitze (1-3 m hoch / 1-2 m breit)

 3. Kornelkirsche (3-5 m hoch / 2-3 m breit)

 4. Roter Hartriegel (3-5 m hoch / 3-4 m breit)

 5. Zweigriffliger Weißdorn (3-5 m hoch / 2-3 m breit)

 6. Eingriffliger Weißdorn (2-5 m hoch / 1-3 m breit)

 7. Besenginster (1-2 m hoch / 1-2 m breit)

 8. Pfaffenhütchen (3-4 m hoch / 2-3 m breit)

 9. Rote Heckenkirsche (2-3 m hoch / 2-3 m breit)

10. Steinweichsel (4-6 m hoch / 2-4 m breit)

11. Gemeiner Kreuzdorn (3-6 m hoch / 3-6 m breit)

12. Faulbaum (2-3 m hoch / 2-3 m breit)

13. Lavendelweide (2-4 m hoch / 1-2 m breit)

14. Korbweide (3-5 m hoch / 2-3 m breit)

15. Wolliger Schneeball (2-4 m hoch / 2-3 m breit)

16. Gemeiner Schneeball (2-4 m hoch / 2-3 m breit)

Heckenpflanzen:

17. Hainbuche

18. Rotbuche

19. Gemeiner Liguster

20. Eibe

Wildrosen:

21. Hundsrose

22. Hecht-Rose

23. Hecken-Rose

24. Bibernelll-Rose

25. Weinrose

26. Kartoffelrose

27. Apfel-Rose

Für die Küche:

28. Sanddorn

29. Schlehe

30. Wilde Stachelbeere

31. Schwarzer Holunder

32. Roter Holunder

33. Haselnuß

34. Apfelbeere

Hochstämme/Heister:

35. Wildapfel

36. Wildbirne

38. Vogelbeere

Agenda-Projekte

Agenda Gruppe "Natur und Umwelt" (NEST)

Wir arbeiten ehrenamtlich für den Naturschutz in Stutensee, gemeinsam mit den örtlichen Gruppen des BUND und NABU. Wir gestalten seit 2002 ein Naturerlebnis-Programm mit Führungen durch die Stutenseer Natur und Bildervorträge über die heimische Natur.

Wir möchten Interesse und Verständnis für Natur und Umwelt wecken unter dem Motto "Natur-Erlebnis Stutensee" (NEST), z.B. auch durch Veröffentlichung von Bildern und Informationen im Amtsblatt der Stadt Stutensee. Wir sind eine lose Gruppe von Menschen, die sich für die Natur und die Umwelt einsetzen, kein Verein. Es gibt keine förmliche Mitgliedschaft. Jede*r kann mitmachen und beitragen, was sie oder er möchte und kann.

Vogelstimmenführung am Stafforter Baggersee
Vogelstimmenführung am Stafforter Baggersee

2004 wurde ein ausgeschilderter Naturerlebnispfad in der Umgebung des Stutenseer Schlosses eingerichtet, auf dem die Besonderheiten und der Reiz von Natur und Landschaft unserer Heimat mittels Informationstafeln dem Betrachter näher gebracht werden.

Im Mai 2005 errichtete die Gruppe südlich der Pfennigerswiesen nahe der Gasverdichterstation Blanken-loch das "Bienenhäusle", dessen Seitenwände aus verschiedenartigen Nisthilfen für Bienen und Hummeln bestehen. Im Sommer ist dort in einem Schaukasten ein lebendes Honigbienenvolk zu bewundern. Hier kann man nicht nur das Leben der Honigbienen und zahlreicher Wildbienenarten beobachten, sondern sich auch an Hand von Informationstafeln sachkundig machen.

Bienenhäusle bei den Pfennigerswiesen
Bienenhäusle bei den Pfennigerswiesen

Am Südrand der Pfennigerswieen wurde in 2010 ein Aussichtshügel mit einer Trockenmauer und einer seitlichen Treppe geschaffen. Dadurch ist ein freier Ausblick auf das Feuchtbiotop gewährt, ohne dass es betreten werden muss. In den Nischen und Fugen der Mauer finden Hummeln, Wildbienen und Wespen Nistmöglichkeiten. Auch Eidechsen und Blindschleichen finden dort Lebensraum.

Trockenmauer bei den Pfennigerswiesen
Trockenmauer bei den Pfennigerswiesen

Seit 2012 werden von Ehrenamtlichen in jedem Frühjahr Erdkröten im Blankenlocher Gewerbegebiet Nord I gesammelt und zu ihrem Laichgebiet am Blankenlocher Baggersee gebracht. Die Amphibien würden sonst auf ihrem Weg vom Hardtwald zum See auf der Durchgangsstraße überfahren werden.

Kröten im Doppelpack: Weibchen unten, Männchen oben bei der Wanderung zum Blankenlocher Baggersee
Kröten im Doppelpack: Weibchen unten, Männchen oben bei der Wanderung zum Blankenlocher Baggersee

Seit vielen Jahren unterstützen wir die heimischen Vögel und Fledermäuse durch Aufhängen und jährliches Pflegen von verschiedenen Nisthilfen – ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Stutensee. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei mithelfen würden.

Siebenschläfer in einem Nistkasten
Siebenschläfer in einem Nistkasten
Steinkauz auf einer Streuobstwiese in Stutensee Frühjahr 2019
Steinkauz auf einer Streuobstwiese in Stutensee Frühjahr 2019

Ein Schwerpunkt ist die Wiederansiedlung des Steinkauzes, für den zahlreiche große Niströhren in auf Wiesen stehenden Bäumen aufgehängt wurden. Diese werden auch gerne von Staren bebrütet und werden deshalb einmal im Jahr von uns gereinigt. Für Höhlenbrüter wie Meisen haben wir entlang der Alte Bach nördlich von Friedrichstal viele Nistkästen aufgehängt, die schon bewohnt werden und auch einmal jährlich von uns gereinigt werden.

In der Gruppe gibt es Kenntnisse über Flora, Fauna und Biotope auf der Gemarkung Stutensee, die Sie abfragen können. Bildinformationen zu Tieren in Stutensee erhalten Sie z.B. auch über diese private Webseite.

Anerkennung fand die Arbeit der Agenda-Gruppe 2006 durch den 1. Preis beim landesweiten Ehrenamts-wettbewerb “Echt gut” und 2007 durch einen 1. Preis beim Kreisumweltschutzwettbewerb des Land-kreises Karlsruhe.

Sie erreichen uns unter Karl Mittag, Telefon 07249/ 7230,Mail: nest.stutensee@gmx.de

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